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Nach Dieselgate : Nächste Panne bei VW: 67.000 Caddys müssen in die Werkstatt

vom
Aus der Onlineredaktion

Bei den Fahrzeugen kann wegen eines technischen Fehlers der Funkschlüssel den Motor starten. Bei Caddys mit manueller Schaltung kann das Auto sich in Bewegung setzen, wenn ein Gang eingelegt ist.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 13:05 Uhr

Wolfsburg | Mitten in den Diesel-Skandal platzt bei VW ein weiterer Rückruf wegen technischer Gefahr. Die Marke VW-Nutzfahrzeuge (VWN) ruft europaweit 67.000 Fahrzeuge vom Modell Caddy zurück. Auslöser ist das Risiko, wonach beim Aufschließen per Fernbedienung der Motor gestartet werden kann. Bei manuell geschalteten Caddys mit eingelegtem Gang kann dies gefährlich werden, weil sie sich in Bewegung setzen könnten. Berichte über Unfälle gibt es aber bisher nicht.

Deutschlandweit seien 20.800 Caddys von dem Rückruf betroffen, sagte ein VWN-Sprecher am Mittwoch. Es gehe um den Bauzeitraum Mai 2012 bis Januar 2013. Der Sprecher betonte, dass sich einzelne Autos zwar in Bewegung gesetzt hätten, Verletzte aber bisher nicht zu beklagen seien. Zur Sicherheit sei es zu empfehlen, betroffene Schaltwagen ohne eingelegten Gang und mit angezogener Handbremse abzustellen. Der Caddy wird ausschließlich in Polen gebaut. Im vergangenen Jahr lieferte VWN 133.000 Fahrzeuge dieses Typs aus.

Beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist der Caddy-Rückruf bereits seit Mitte Dezember recherchierbar. Dabei heißt es über das Modell, das als Stadtliefer- und Familienwagen beliebt ist: „Eine fehlerhafte Masseverschraubung kann beim Betätigen der Funkfernbedienung zum Selbststarten des Motors führen.“ Der VWN-Sprecher sagte, dass auch manuelles Schließen am Türschloss das Risiko nicht aushebele.

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