Motivation siegt

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shz.de von
07. Mai 2014, 14:54 Uhr

Langsam aber sicher setzt ein Umdenken ein. Der Jugendwahn der letzten 30 Jahre wird relativiert. Jahrzehntelang galt die

Generation 50 plus im Erwerbsleben als alt, verbraucht und überflüssig. Kündigungs- und Frühverrentungswellen waren die Folge. Mittlerweile gibt es zaghafte Ansätze, diese Sichtweise zu relativieren. Das geschieht einerseits aus purer Not, weil vergleichbar qualifizierte, jüngere Arbeitnehmer teilweise nicht mehr zu finden sind – eine Folge des

demografischen Wandels, der sich in den kommenden Jahren deutlich beschleunigen wird. Andererseits gibt es eine vorsichtige Rückbesinnung auf die Qualitäten älterer Beschäftigter: Reichlich Fachwissen und Erfahrung. Das kann für Arbeitgeber effizienter und damit kostengünstiger sein als hohes Arbeitstempo und extreme

Belastbarkeit. Wenn es ums Arbeiten

im Alter geht, sind individuelle Lösungen statt Dogmatismus gefragt. In Teilzeit- oder Projektarbeit laufen auch motivierte Rentner noch zu Höchstform auf. Denn darauf kommt es an – auf Motivation und Spaß an der Arbeit. Sind die nicht vorhanden, sind auch 30-Jährige kein Produktivitätsfaktor.

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