Millionenverluste: Erster großer Fernbusanbieter gibt auf

Nach anderthalb Jahren kommt das Aus: City2City fährt nur noch bis zum 13. Oktober.
Nach anderthalb Jahren kommt das Aus: City2City fährt nur noch bis zum 13. Oktober.

shz.de von
16. September 2014, 15:19 Uhr

Im hart umkämpften deutschen Fernbusmarkt gibt der erste große Anbieter auf. Das Frankfurter Unternehmen City2City bestätigte gestern Berichte, wonach es seinen Betrieb zum 13. Oktober einstellt. Als Grund nannte eine Sprecherin die niedrigen Ticketpreise auf dem Markt.

City2City habe keine Möglichkeit gesehen, in Deutschland ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen. Man sei zwar das erste, aber sicher nicht das letzte Fernbus-Unternehmen, das den Betrieb einstelle. Hinter City2City steht der britische Branchenriese National Express. Das Unternehmen war nach Daten des Branchenverbandes BDO bislang die Nummer 5 auf dem deutschen Markt. Die Sprecherin bezifferte die Verluste dort auf zwei Millionen britische Pfund (2,5 Millionen Euro) im Jahr 2013. Für dieses Jahr seien ähnliche Einbrüche zu erwarten. Von der Geschäftsaufgabe sind nach Firmenangaben sieben Mitarbeiter betroffen. Die Fahrer seien bei den Buspartnern angestellt, die ihre Leistungen nun anderen Fernbusmarken zur Verfügung stellen könnten. City2City hatte vor allem Verbindungen von und nach Nordrhein-Westfalen angeboten.

Nach der Freigabe des Linienbus-Fernverkehrs 2013 hatte es eine Vielzahl von Neugründungen gegeben, die sich einen harten Preiskampf liefern. Marktführer ist derzeit MeinFernbus.

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