Metaller: Erste Warnstreiks im Norden

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28. Januar 2015, 14:18 Uhr

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die 140  000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie ist ergebnislos zu Ende gegangen. Die IG Metall Küste kündigte daraufhin erste Warnstreiks bereits für die vergangene Nacht an. „Dieses Angebot hilft nicht den Tarifkonflikt zu lösen, sondern verschärft ihn“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, nach der Verhandlungsrunde. „Nein zur Bildungsteilzeit, eine radikale Verschlechterung bei der Altersteilzeit und viel zu wenig Geld – wer solche Angebote macht, darf sich nicht über die Reaktion in den Betrieben wundern.“ Unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht um 0 Uhr sollte in elf Betrieben, darunter die Flensburger Krones AG, die Neumünsteraner Danfoss Power Solutions und die Kieler GKN Driveline, die Arbeit kurzfristig niedergelegt werden. Heute sind laut IG Metall Warnstreiks unter anderem bei Evoqua Water Technologies in Barsbüttel und bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder geplant.

Der Arbeitgeberverband Nordmetall bezeichnete die Warnstreiks als unnötige Kraftmeierei. Sie seien keine unmittelbare Reaktion auf das gestrige Angebot der Arbeitgeber: „Die Aktionen der Gewerkschaft sind ja seit Monaten geplant. Sie werden die Lösungssuche allerdings nicht beschleunigen“, so Nordmetall-Verhandlungsführer Thomas Lambusch.

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