Mehr Walschutz beim Bau von Windparks: RWE testet leisere Rammen

shz.de von
07. April 2014, 17:38 Uhr

Windenergiebranche will die Pfähle für Meereswindparks künftig preiswerter und mit weniger Lärm im Grund verankern. Dazu werden Anfang Mai in Cuxhaven Altenwalde sogenannte Vibrationsrammen in einem Pilotversuch an Land getestet, teilte ein Industriekonsortium unter Führung der RWE-Tochter für erneuerbare Energie RWE Innogy gestern mit. Neben dem niedrigeren Lärmpegel könne die Installationszeit mit den Vibrationsrammen vermutlich mehr als halbiert werden, was die Kosten erheblich reduziere. Ende 2014 werden Ergebnisse erwartet, die direkt in den Bau von neuen Parks einfließen sollen.

Das bisherige Verfahren der Verankerung mit Schlagrammen beeinträchtigt wegen des starken Lärms etwa Schweinswale. Forscher haben bei den Tieren Verhaltensänderungen bis in mehr als 20 Kilometer Entfernung festgestellt. Das Bundesumweltministerium hat 2013 ein Konzept zum Schutz der Schweinswale vor Schallbelastungen bei der Errichtung von Offshore-Windparks erlassen.

zur Startseite

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert