Weltgrösste Agrarmesse : Mehr als 415.000 Besucher auf der Grünen Woche

Streicheleinheiten für zwei Hinterwälder Rinder.
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Streicheleinheiten für zwei Hinterwälder Rinder.

1658 Aussteller aus 68 Ländern machten die Messe zum Erfolg. Auch der schleswig-holsteinische Landesbauernverband zeigt sich sehr zufrieden.

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26. Januar 2015, 07:13 Uhr

Berlin | Die Grüne Woche hat in diesem Jahr erneut mehr Besucher angezogen. Mehr als 415.000 Gäste hätten sich auf der weltgrößten Agrarmesse informiert, sagte Messesprecher Wolfgang Rogall gestern in Berlin. Zum Abschluss der Schau war es nach seinen Worten in den Hallen am Funkturm noch einmal richtig voll. Die Besucher hätten außerdem etwas mehr gekauft und bestellt als im Vorjahr und gaben im Durchschnitt 117 Euro aus. Dabei wendeten sie für den direkten Verzehr von Speisen und Getränken im Durchschnitt 29 Euro pro Kopf auf. Zusätzlich bestellten sie Waren im Wert von rund 88 Euro pro Besucher. Die Umsätze der Aussteller summierten sich demnach auf etwa 48 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr waren gut 410.000 Besucher zur Grünen Woche gekommen, sie hatten pro Kopf im Schnitt 114 Euro ausgegeben. In diesem Jahr – zum 80. Jubiläum – präsentierten sich 1658 Aussteller aus 68 Ländern auf der Messe. Das war die höchste Beteiligung seit 44 Jahren.

89 Prozent der Aussteller, 95 Prozent der Privatbesucher und 88 Prozent der Fachbesucher äußerten sich nach Angaben der Veranstalter positiv über ihren Grüne Woche-Besuch.

„Von den Produzenten bis zum Lebensmitteleinzelhandel: Alle treffen sich hier, um sich einen Marktüberblick zu verschaffen, Kontakte zu knüpfen und Geschäfte anzubahnen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Berlin, Christian Göke, laut Mitteilung.

„Vom Ranking her ist die Grüne Woche für mich die Nummer 1 in der Welt“ sagte Christian Schmidt (CSU), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Man habe mit dem Global Forum for Food and Agriculture parallel zur Grünen Woche auch einen internationalen Punkt setzen können. „Auf der Grünen Woche pulsiert das Leben. Hier sind die Verbraucher die eigentlichen Entscheider über Anbau, über Qualität unserer Lebensmittel. Und nirgendwo anders kann der durchaus strittige Dialog mit den Verbrauchern so nah geführt werden wie auf der Grünen Woche“, so Schmidt.

Auch der Bauernverband Schleswig-Holstein zeigte sich mit dem Verlauf der Grünen Woche sehr zufrieden. Ein Höhepunkt war demnach der „Klönschnackabend“. Die Aussteller luden Kunden, Partner und Freunde in die Schleswig-Holstein-Halle ein. Dieser Abend werde von Jahr zu Jahr besser besucht, so der Verband. Während es bei der ersten Veranstaltung vor drei Jahren 80 Gäste waren, seien es mittlerweile 300. Insgesamt hätten ihm die 30 Aussteller aus dem nördlichsten Bundesland von vielen neuen Kontakten und guten Umsätzen berichtet, so Verbandssprecher Klaus Dahmke. Er rechnet damit, dass die meisten Aussteller auch im kommenden Jahr teilnehmen. Außerdem habe er schon einige Anfragen von potenziellen neuen Ausstellern.

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