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Maritime Wirtschaft: Häfen legen zu, Werften verlieren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2014 | 15:53 Uhr

Die konjunkturelle Lage in der maritimen Wirtschaft ist im Herbst 2014 geteilt: Kräftig gestiegen ist die Stimmung in der Hafenwirtschaft. Dagegen verzeichnete das Konjunkturbarometer der 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern sowohl bei den Reedern als auch im Schiffbau im Vergleich zum Frühjahr ein Minus.

Die Unternehmen der Hafenwirtschaft blicken derzeit positiv in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindex legte um 10,7 Punkte auf 102,9 kräftig zu. Friederike C. Kühn, Vorsitzende der IHK Nord, sagte: „In den ersten drei Quartalen zog der Umschlag in einigen deutschen Seehäfen deutlich an. Wir erwarten für dieses Jahr unterm Strich ein Wachstum von zwei Prozent auf insgesamt 302 Millionen Tonnen.“

Im Teilbereich Schifffahrt verlor das Konjunkturbarometer im Vergleich zum Frühjahr leicht: Der Index ging um drei Punkte auf 90 Punkte zurück und bewegt sich damit weiterhin seitwärts. „Viele Reeder kämpfen nach wie vor mit Überkapazitäten, niedrigen Charterraten und Finanzierungsproblemen. Eine breite Erholung ist derzeit nicht in Sicht“, so Kühn.

Auch die deutschen Werften sind wieder pessimistisch gestimmt: Der Geschäftsklimaindex sank um 29,3 Punkte auf nunmehr 92,7 Punkte. Fast zwei Drittel der befragten Betriebe klagen über eine schwächere Auslandsnachfrage, die Hälfte über steigende Arbeitskosten. 42 Prozent der Schiffbauer sehen Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden.

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertreten knapp 700 000 Unternehmen in Norddeutschland. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie.

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