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Übernahme der Hamburger Reederei : Maersk legt für Hamburg Süd 3,7 Milliarden Euro auf den Tisch

vom

Hamburg Süd gehörte über 80 Jahre zur Oetker-Gruppe. Der Erlös soll in die Lebensmittelsparte des Unternehmens fließen.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 10:50 Uhr

Kopenhagen | Die dänische Maersk Line bezahlt für die schuldenfreie Übernahme der Reederei Hamburg Süd 3,7 Milliarden Euro an die Oetker-Gruppe. Wie das Unternehmen am Wochenende mitteilte, soll die Transaktion bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dr. Oetker hatte angekündigt, Teile des Erlöses in die Lebensmittelsparte des Konzerns und die Digitalisierung zu stecken.

Seit 80 Jahren gehörte die Schifffahrtssparte zur Oetker-Gruppe. Grund für den Verkauf ist ein steigender Kapitalbedarf, weil das Unternehmen einen Konsolidierungsprozess durchläuft. Für die Angestellten könnte die Abstoßung unangenehme Folgen haben. Im Dezember demonstrierten die Mitarbeiter bereits für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Oetker und die weltgrößte Containerreederei Maersk hatten im vergangenen Jahr einen Vorvertrag und im März einen Kaufvertrag unterzeichnet. Die Kartellbehörden in den USA und der EU hatten dem Verkauf bereits zugestimmt, teilweise mit Auflagen. Behörden in weiteren Ländern sind noch mit Prüfungen beschäftigt. Maersk erwartet jährliche Synergieeffekte von 350 bis 400 Millionen Dollar. Hamburg Süd soll die eigenen Strukturen und Marken behalten. Die Oetker-Gruppe verliert durch den Abschied aus der Schifffahrt die Hälfte ihres Umsatzes von zuletzt etwa zwölf Milliarden Euro.

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