Deutschlands größte Airline : Lufthansa will mit neuem Logo weiter durchstarten

In der neuen Ausgabe des Bordmagazins der Fluggesellschaft ist seit Donnerstag das Flugzeug im neuen Kleid zu sehen, das auf die bisherigen Begleitfarben Grau (an der Flügelunterseite und den Triebwerken) und Gelb weitgehend verzichtet.

In der neuen Ausgabe des Bordmagazins der Fluggesellschaft ist seit Donnerstag das Flugzeug im neuen Kleid zu sehen, das auf die bisherigen Begleitfarben Grau (an der Flügelunterseite und den Triebwerken) und Gelb weitgehend verzichtet.

Der Lufthansa-Chef über den Wachstumsmarkt Afrika und die Kritik an erhöhten Preisen nach der Air-Berlin-Pleite.

shz.de von
02. Februar 2018, 11:12 Uhr

Kapstadt/Berlin | Deutschlands größte Airline hat erste Blicke auf das neue Design der Fluglinie freigegeben. In der neuen Ausgabe des Bordmagazins ist seit Donnerstag eine Boeing 747-8 im neuen Kleid zu sehen, das auf die bisherigen Begleitfarben Grau (an der Flügelunterseite und den Triebwerken) und Gelb weitgehend verzichtet. Die neue Optik sei das „i-Tüpfelchen“ der Modernisierung der Fluggesellschaft, sagte Lufthansa-Chef Spohr vor Journalisten in Kapstadt.

Auch bei der Lufthansa kam es zu Verzögerungen.
Boris Roessler
Das alte Design der Lufthansa-Maschinen.

Der Neugestaltung des 100 Jahre alten Kranich-Symbols ist das sogenannte „Spiegelei“ in Gelb am Leitwerk zum Opfer gefallen. Die einstige Lufthansa-Grundfarbe findet sich am Flugzeug nur noch als Willkommenstafel an der ersten Tür links, zudem ist sie auf den Boardingpässen und beim Check-In weiterhin zu finden.

Afrika als Wachstumsmarkt

Die Verbindungen von und nach Afrika würden künftig „definitiv“ schneller wachsen als jene in andere Weltregionen, sagte Carsten Spohr. Die Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns, darunter auch Brussels Airlines, Swiss und die Billigtochter Eurowings, fliegen derzeit 35 Ziele in Afrika an, es gebe insgesamt 207 Hin- und Rückflüge pro Woche, so Spohr. Südafrika und Nigeria sind dabei die wichtigsten Märkte. Gerade Südafrika ist bei deutschen Urlaubern beliebt. Vor allem mit der Anfang 2017 abgeschlossenen Übernahme der belgischen Airline Brussels, die etablierte Langstreckenverbindungen von und nach Afrika mitbrachte, hat sich Lufthansa auf dem Markt gestärkt und so ein Passagierplus verbucht.

Vorwürfe über erhöhte Preise

Den Vorwurf, Lufthansa habe nach der Pleite von Air Berlin die Preise für Flüge unrechtmäßig erhöht und von einem Staatskredit für die insolvente Fluggesellschaft profitiert, bestritt Spohr. Wegen der Insolvenz hätten von heute auf morgen 90 der 140 Jets den Betrieb eingestellt, was Engpässe verursacht habe. Das habe zu „riesiger zusätzlicher Nachfrage“ bei Lufthansa geführt, sagte Spohr. Die letzten freien Plätze in Flugzeugen seien immer die teuersten. Er gehe aber davon aus, dass dies nur etwa fünf Prozent der Fluggäste betroffen habe. Lufthansa expandiere mit Eurowings rasch, aber nicht so schnell, um die Lücke von Air Berlin zu füllen. „So schnell können wir Eurowings nicht aufbauen“, sagte Spohr. Allerdings: Die Pleite von Air Berlin werde für deutsche Passagiere bald nicht mehr spürbar sein, sagte derweil der Verband der Luftverkehrswirtschaft BDL voraus.

Zwar waren von Oktober bis Dezember 2017 21 Prozent weniger Sitzplätze im Angebot als im Vorjahreszeitraum, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow in Berlin. „Seit Januar erhöht sich das Angebot aber wieder, im März wird die Kapazitätslücke fast vollständig kompensiert sein.“ Besonders Easyjet, Lufthansa und Eurowings stießen in die Lücke von Air Berlin.

Im Sommer wird laut BDL das Angebot größer sein als vor der Insolvenz. Deutliche Preissteigerungen für die Tickets seien nicht in Sicht. „Im Luftverkehr besteht weiterhin erheblicher Wettbewerb, damit hält der Druck auf die Preise an“, sagte von Randow. Für Zuwächse sorgen demnach vor allem Billigflieger.

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