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Streik im November 2015 : Lufthansa: Ufo sagt Streik wieder ab

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Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat den angekündigten Streik wieder abgesagt. Einigung gibt es aber noch nicht.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2015 | 09:55 Uhr

Frankfurt am Main | Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat ihren für diese Woche geplanten Streik des Kabinenpersonals bei Lufthansa abgesagt. Das teilte Ufo am Mittwoch in Frankfurt nach einem Spitzengespräch mit dem Vorstand der Fluggesellschaft mit. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft zu einem Streik an diesem Donnerstag und Freitag aufgerufen.

Fluggäste können in dieser Woche - nach vielen Streiks - wieder aufatmen. Die Flugbegleiter hatten erst am 13. November einen einwöchigen Streik beendet, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Betroffen waren etwa 550.000 Passagiere. Zuvor hatten die Piloten der Lufthansa in bislang 13 Runden seit April 2014 gestreikt.

Beide Seiten hielten am Ziel eines „Jobgipfels“ fest, bei dem am 2. Dezember Vertreter des Konzerns sowie der drei Gewerkschaften Ufo, Verdi und Cockpit teilnehmen sollen. Dazu seien aber bis dahin noch weitere Verhandlungen über das konkrete Verfahren notwendig, so die Gewerkschaft. Bis zum Jobgipfel soll es keine weiteren Ausstände des Kabinenpersonals geben.

Lufthansa habe die Zwischenmitteilung der Schlichter zur Alters- und Übergangsversorgung aus dem Sommer 2015 als Ausgangsbasis akzeptiert, teilte Ufo weiter mit. Für weitere Themen wird grundsätzlich eine Schlichtung angestrebt, wie auch die Lufthansa bestätigte.

Am Montag hatte Ufo knapp zwei Wochen nach dem bislang härtesten Arbeitskampf in der Geschichte des Unternehmens die Flugbegleiter zur erneuten Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Gewerkschaft hatte dies damit begründet, dass bei ihr kein verbessertes Angebot zur Alters- und Übergangsversorgung für die rund 19.000 Lufthansa-Flugbegleiter eingegangen sei.

Es geht bei beiden Berufsgruppen offiziell um die Früh- und Betriebsrenten, die Lufthansa kürzen und in der Systematik umstellen will. Im Hintergrund geht es aber auch um die Auswirkungen des Konzernumbaus, mit dem Arbeitsplätze zur Billigtochter Eurowings und ins Ausland verlagert werden.

Mögliche Lösungsansätze wären ein neues Angebot des Unternehmens zu den umstrittenen Betriebs- und Übergangsrenten oder eine Verabredung über das weitere gemeinsame Vorgehen. Lufthansa hatte die Ufo sowie die beiden anderen Gewerkschaften Verdi und Cockpit zu einem gemeinsamen „Jobgipfel“ eingeladen. Ufo und VC hatten die Teilnahme wegen thematischer Differenzen zur Tagesordnung abgelehnt.

Am Montag hatte Ufo knapp zwei Wochen nach dem bislang härtesten Arbeitskampf in der Geschichte des Unternehmens die Flugbegleiter zur erneuten Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Gewerkschaft kündigte Ausstände zunächst für diesen Donnerstag und Freitag (26./27. November) an, die gegebenenfalls auch auf Montag, den 30. November, verlängert werden könnten. Nur das Wochenende des 1. Advent sollte sicher streikfrei bleiben.

 

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