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Quartalszahlen : Lübeck: Dräger rutscht noch tiefer ins Minus

vom
Aus der Onlineredaktion

Rund zehn Millionen Euro größer als im Vorjahr ist der Verlust. 350 Stellen im In- und Ausland sollen gestrichen werden.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2016 | 13:48 Uhr

Lübeck | Nach den ersten Quartalszahlen in diesem Jahr ist beim Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Dräger keine Besserung in Sicht: Der Verlust hat sich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sogar noch erhöht. Der Fehlbetrag nach Steuern betrug 13,6 Millionen Euro nach 3,1 Millionen Euro in der Vorjahresperiode, teilte die Drägerwerk AG am Dienstag mit.

Am Standort Lübeck hat Dräger erst kürzlich eine neue Produktionshalle eröffnet. Die Investitionen beruhen auch auf Hoffnungen, dass es künftig mit den Geschäften wieder besser laufen könnte.

Dem Lübecker Konzern machten unter anderem eine geringere Nachfrage nach Medizingeräten, Preisdruck sowie Wechselkurseffekte zu schaffen. Erfreulich sei, dass das Gegensteuern bei den Kosten Wirkung zeige, berichtete Vorstandschef Stefan Dräger.

Die Kosten sollen nach früheren Angaben im laufenden und kommenden Jahr um 100 Millionen Euro reduziert werden. Dräger will bis Ende 2016 rund 200 Arbeitsplätze am Hauptstandort Lübeck streichen und weitere 150 Stellen im Ausland. Weitere zehn Millionen Euro sind im laufenden Jahr für den Umbau angesetzt.

Der Konzern schrieb auch operativ im ersten Quartal Verluste, mit einem Minus vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 15,7 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal war noch ein Ebit von plus 1,1 Millionen Euro erreicht worden. Der Umsatz ging um 2,4 Prozent auf 532,4 Millionen Euro zurück. Der Auftragseingang verringerte sich um 2,5 Prozent auf rund 600 Millionen Euro.

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