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Wirtschaft

18. Oktober 2017 | 03:12 Uhr

Londons schwarze Spinne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 12:03 Uhr

Postboten klagen zu Recht über schlechte Arbeitsbedingungen. Die Zustellbezirke werden immer größer, die Hunde immer aggressiver. Es gibt aber auch Verbesserungen, denn zunehmend mehr Anschriften werden gedruckt. Gerade ältere Jahrgänge adressieren jedoch nach wie vor schwer lesbar per Hand. Und das Problem ist global, wie eine Meldung aus London bestätigt. Dort treibt seit Jahren „die schwarze Spinne“ ihr Unwesen. Was zunächst an einen Krimi von Edgar Wallace erinnert, entpuppt sich als harmlosere Geschichte, zumal der Täter bekannt ist. Sein Name: Prinz Charles. „Schwarze Spinne“ wird er wegen seiner erbärmlich schlechten Schrift genannt. Die wurde durch Briefe bekannt, in denen er den Ministerien ungefragt Ratschläge erteilt. Über Landwirtschaft, über Architektur, vermutlich auch darüber, was ihm Pflanzen erzählen, mit denen er zu parlieren pflegt. Seitdem Zeitungen davon erfahren haben, befassen sich juristische Institutionen mit der Forderung, die Briefe zu veröffentlichen. Bisher gilt der Inhalt jedoch als Staatsgeheimnis. Nur so viel sickerte durch: Die Schrift ist kaum zu entziffern. Bedauernswerte „postmen“.

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