zur Navigation springen

Deutsche Bahn : Lokführer-Streik trifft Urlauber und Fußballfans

vom

Der Streik bei der Bahn durchkreuzt die Wochenendpläne. Kurz vor dem Start legt die Bahn ein neues Angebot vor. Die GDL nimmt dazu keine Stellung.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 15:30 Uhr

Mit einem zweitägigen Streik wollen die Lokführer an diesem Wochenende den Bahnverkehr in ganz Deutschland lahmlegen. In sieben Bundesländern beginnen die Herbstferien, in zwei anderen gehen sie zu Ende, darunter das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen. Schleswig-Holstein trifft der Streik mitten in den Herbstferien. 

Im Güterverkehr traten die Lokführer bereits am Freitagnachmittag in den Streik. Ihre Kollegen vom Personenverkehr wollten am Samstag um 2.00 Uhr folgen - bis zum Montagmorgen um 4 Uhr treten sie in den Ausstand. Die angekündigte Streikaktion trifft den Fern-, Nah- und S-Bahnverkehr und ist die bisher längste in dieser Tarifrunde. Die Deutsche Bahn reagiert erneut mit einem Ersatzfahrplan. So soll zumindest ein Teil der Züge eingesetzt werden.

Vom Streik betroffen sind nach Angaben der Deutschen Bahn auch alle Sonderzüge zu den Fußballspielen am Wochenende. Die An- und Abreise der Fans zu den Stadien könne nicht sichergestellt werden. Am Sonntag empfängt der HSV Hoffenheim. Dann fallen die Shuttle-busse von den S-Bahn-Stationen zu den Heimspielen des HSV des Eishockey-CLubs Hamburg Freezers aus. Wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte, wurde ein Ersatzfahrplan in den Volkspark eingerichtet. Ein Shuttleverkehr mit Bussen wird nur zwischen der U-Bahnstation Hagenbecks Tierpark und den Arenen angeboten. Die Hamburger Hochbahn kündigte bereits an, am Wochenende die U-Bahn-Züge mit maximaler Zug-Länge fahren zu lassen.

Wegen des angekündigten Streiks der Lokführer fallen am Sonntag die Shuttle-Busse von den S-Bahn-Stationen zu den Heimspielen des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV und des Eishockey-Clubs Hamburg Freezers aus. Wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte, wurde ein Ersatzfahrplan in den Volkspark eingerichtet. Ein Shuttleverkehr mit Bussen wird nur zwischen der U-Bahnstadion Hagenbecks Tierpark und den Arenen angeboten.Die Lokführer wollen mit einem zweitägigen Streik an diesem Wochenende den Bahnverkehr in ganz Deutschland lahmlegen. Im Güterverkehr traten die Lokführer bereits am Freitagnachmittag in den Streik. Ihre Kollegen vom Personenverkehr wollten am Samstag um 2.00 Uhr folgen.

Die Deutsche Bahn reagiert erneut mit einem Ersatzfahrplan. So soll zumindest ein Teil der Züge eingesetzt werden. Wenige Stunden vor Streikbeginn versuchte der Konzern, die GDL mit einem neuen Tarifangebot zur Absage des Streiks zu bewegen. Die Lokführergewerkschaft nahm zunächst keine Stellung dazu.

Wenige Stunden vor Streikbeginn versuchte der Konzern, die GDL mit einem neuen Tarifangebot zur Absage des Streiks zu bewegen. Die Lokführergewerkschaft nahm zunächst keine Stellung dazu. Das Angebot enthält für die Lokführer eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt fünf Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 30 Monaten. Die Bahn bekräftigte, auch über andere Berufsgruppen mit der GDL sprechen zu wollen. Das Angebot erfüllt aber nicht die Kernforderung der GDL, Tarifverträge für das gesamte Zugpersonal abschließen zu können.

Die Details des Angebots der Bahn: Die Lokführer sollen 2,1 Prozent mehr Geld ab 1. Dezember 2014, dann 1,5 Prozent im Juli 2015 und 1,4 Prozent im Juli 2016 bekommen. Außerdem soll es für die fünf Monate nach Auslaufen des bisherigen Tarifvertrags im Juni 2014 einen Einmalbetrag von 325 Euro geben. Die GDL hatte fünf Prozent Erhöhung für zwölf Monate gefordert.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte in Dresden: „Das Bahn-Management hat einen einzigen Punkt zu entscheiden: Tarifpluralität oder Tarifeinheit. Alles andere ist Schauspiel.“  Die Bahn warf Weselsky vor, jedes Maß verloren zu haben. „Die GDL läuft Amok“, hieß es einer Erklärung. Ohne Not würden Millionen von Menschen die Ferien verdorben. Es werde immer deutlicher, dass es nicht um die Interessen der Lokomotivführer gehe, „sondern um Allmachtsfantasien eines Funktionärs“.

Die Wirtschaft warnte vor hohen Schäden. Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik zeigte sich besorgt: „Das ist eine Katastrophe“, sagte Logistikexperte Gunnar Gburek. „Selbst wenn es nicht zu Produktionsausfällen kommt, werden die Unternehmen einen finanziellenSchaden haben.“  Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderte eine schnelle Rückkehr an den Verhandlungstisch. „Die Tarifparteien sollten zügig wieder Gespräche aufnehmen, denn Lösungen gibt es nur am Verhandlungstisch“, sagte Dobrindt der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). Er mahnte, Folgen für Dritte sollten gering gehalten werden.

Bei Twitter haben viele kein Verständnis mehr für den Arbeitskampf bei der Bahn.

Manche fragen sich: Ist das ganze nur Satire?

Oder ein schlechter Witz?

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen