Lokführer drohen mit längeren Streiks

Hunderte Züge blieben am Sonnabend stehen. Ein Ende der Kampfmaßnahmen im Tarifstreit GDL gegen Deutsche Bahn ist nicht in Sicht.
Hunderte Züge blieben am Sonnabend stehen. Ein Ende der Kampfmaßnahmen im Tarifstreit GDL gegen Deutsche Bahn ist nicht in Sicht.

shz.de von
07. September 2014, 14:23 Uhr

Der Warnstreik der Lokführer und Zugbegleiter hat in ganz Deutschland zu erheblichen Verspätungen und Hunderten Zugausfällen geführt – und wird wohl fortgesetzt. Die Gewerkschaft der Lokführer GDL werde in den kommenden Tagen voraussichtlich eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf einleiten, sagte ihr Vorsitzender Claus Weselsky am Sonnabend in Berlin. Damit könnte die Gewerkschaft unbefristet streiken. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit.

Der Warnstreik hatte am Sonnabend auch den Zugfahrplan in Norddeutschland durcheinandergewirbelt. Besonders stark waren Schleswig-Holstein und Niedersachsen betroffen. Im Regionalverkehr sei es bis zum Mittag zu Verspätungen gekommen, sagte eine Sprecherin der Bahn gestern. Am frühen Abend habe sich dann auch der Fernverkehr wieder normalisiert. Insgesamt seien im Norden 23 Züge im Fern- und 94 Züge im Regionalverkehr ausgefallen. Bundesweit fielen etwa 1000 Züge aus oder fuhren verspätet.

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