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Konkurrenz durch den Fernbus : Leichte Preiserhöhung bei der Bahn - auch in SH

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Preise der Deutschen Bahn ziehen nur moderat an. Im Regionalverkehr sind es knapp zwei Prozent.

Die Deutsche Bahn dreht am Jahresende nur leicht an der Preisschraube. In Fernzügen gibt es für die 2. Klasse keine Erhöhung. Tickets für die 1. Klasse werden ab 14. Dezember durchschnittlich 2,9 Prozent teurer, sind dann aber inklusive Platzreservierung und im ICE auch mit WLAN-Nutzung. Das kündigte Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg an.


Ausgewählte Preis ab 14.12 (bisher)

Schönes-Wochenende-Ticket für fünf Reisende: 40 Euro plus 4 Euro je Mitfahrer (44 Euro)

Hamburg-Hannover 1. Klasse ICE: 77 Euro (75 Euro)

Entgelt für Umtausch und Erstattung: 17,50 Euro (15 Euro)

Neu: Internetnutzung und Platzreservierung für 1. Klasse im ICE gratis


Im Regionalverkehr erhöht die Bahn ihre Tarife im Schnitt um 1,9 Prozent. Für 80 Prozent der Fahrten machen die Preise im Nahverkehr aber die regionalen Verkehrsverbünde von Ländern und Kreisen – so auch in Schleswig-Holstein. Hier und in Hamburg gilt im Regionalverkehr der Schleswig-Holstein-Tarif für Bahnen und Busse. Der wurde zuletzt im August angehoben – um 2,4 Prozent und damit stärker als die Bahn jetzt regional an der Preisschraube dreht. „Der SH-Tarif holt immer die Entwicklung des zurückliegenden Jahres nach“, sagt Malte Kock von der Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH (Nah SH), der Verbundgesellschaft der Verkehrsunternehmen. Die Ausgleichszahlungen des Landes reichten nicht mehr aus, um die steigenden Kosten der Verkehrsunternehmen, insbesondere für Personal und Kraftstoff, aufzufangen. Für Busfahrer habe es zuletzt stärkere Lohnsteigerungen gegeben. Der SH-Tarif gilt unabhängig davon, welche Bus- oder Bahngesellschaft eine Verbindung betreibt – also auch für Regionalverkehrszüge der Deutschen Bahn innerhalb Schleswig-Holsteins und Hamburgs.

An einer Stelle hat die für Dezember angekündigte Preiserhöhung durch die Bahn selbst dennoch Folgen für Reisende im Nahverkehr der zwei nördlichsten Bundesländer: Für alle, die statt einer Fahrkarte zum SH-Tarif das Schleswig-Holstein-Ticket (SH-Ticket) lösen. Denn das wiederum ist ein originäres Angebot der Deutschen Bahn, gilt aber auch für Strecken anderer Bahnanbieter im Regionalverkehr, etwa der Nord-Ostsee-Bahn. Der Grundpreis des SH-Tickets verteuert sich von 27 auf 28 Euro. Unverändert zahlt jeder der bis zu vier Mitreisenden jeweils drei Euro.

Dass die Bahnpreise nur moderat anziehen, erklärte DB-Vorstand Homburg mit der wachsenden Konkurrenz durch Fernbusse, Carsharing und Mitfahrzentralen. „Wir wollen unseren treuen Kunden zeigen, dass wir mitbekommen haben, dass die Wettbewerbssituation eine andere ist.“ Anfang 2013 wurde der Markt für Busstrecken über 50 Kilometer für Private geöffnet.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 16:09 Uhr

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