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Lärmstreit um Bebauungspläne: Wedel will gegen Hamburg klagen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2014 | 15:35 Uhr

Ein jahrelanger Lärmstreit zwischen Wedel und Hamburg droht ein Fall fürs Gericht zu werden. Knackpunkt ist der B-Plan Rissen 11 auf Hamburger Seite. Er weist ein Areal direkt an der Stadtgrenze als reines Wohngebiet aus – gegen mehrfache Intervention aus Wedel. Die Rolandstadt arbeitet ihrerseits an einem B-Plan für das sanierte Raffinerie-Areal in unmittelbarer Nachbarschaft. Auf 18 Hektar sollen dort Gewerbeflächen entstehen, der Businesspark Elbufer. Ein angrenzendes reines Wohngebiet würde Abstriche bei der zulässigen Lärmemission bedeuten. Das will Wedel nicht hinnehmen.

Hintergrund: Wedel zweifelt die Zulässigkeit der B-Plan-Ausweisung auf Hamburger Seite wegen der jahrzehntelangen industriellen Nutzung des benachbarten Areals an. Der Betrieb einer Raffinerie, später einer Mineralölfabrik, hätte eine „erhebliche Nachwirkung“, bescheinigte auch eine 2014 in Auftrag gegeben Rechtsprüfung der schleswig-holsteinischen Kommune. Entgegen der Hamburger Auffassung, das Gelände sei aufgegeben worden, plane Wedel lediglich eine Herabstufung zum Gewerbegebiet, so Wedels Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos). Er will sich jetzt von der Politik grünes Licht für eine Klage gegen Hamburg holen.

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