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Kündigungsfristen für treue Mitarbeiter bestätigt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 13:56 Uhr

Wer jahrelang beim gleichen Unternehmen beschäftigt ist, dem steht auch weiterhin eine längere Kündigungsfrist zu. Das hat das Bundesarbeitsgericht gestern in Erfurt entschieden und damit die bisherige Regelung gebilligt (6 AZR 636/13). Die Richter sahen in der nach Dauer der Betriebszugehörigkeit gestaffelten Kündigungsfrist keine Diskriminierung jüngerer Arbeitnehmer. Damit scheiterte eine 31-Jährige aus Hessen auch in der höchsten Instanz.

Die Frau hatte ihren Job als Aushilfe in einer Golfsportanlage nach dreieinhalb Jahren verloren – mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen. Sie pochte jedoch auf die maximale Kündigungsfrist von sieben Monaten, die ihrer Ansicht nach für alle Arbeitnehmer gelten müsse.

Der Gesetzgeber räumt Mitarbeitern, die über Jahre in einer Firma arbeiten, einen besseren Kündigungsschutz ein, wenn der Betrieb sie vor die Tür setzen will. Die Fristen richten sich nach der Dauer des Arbeitsverhältnisses. Nach 20 Jahren Beschäftigung gilt laut Gesetz die höchste Kündigungsfrist von sieben Monaten. Die Klägerin sah darin eine mittelbare Diskriminierung junger Arbeitnehmer, weil diese naturgemäß noch nicht so lange in einer Firma arbeiten können.

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