Kriminelle lieben falsche Fuffziger

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shz.de von
23. Januar 2015, 15:58 Uhr

Blassblau, verpixelt und nur auf einer Seite bedruckt – ein Fünf-Euro-Schein (Foto) wie er falscher kaum sein kann. Trotzdem ist es gelungen, damit in einer Gärtnerei zu bezahlen.

In Deutschland zogen Banken, Handel und Polizei 2014 rund 63  000 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr und damit 63 Prozent mehr als 2013, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Dabei setzten Kriminelle verstärkt auf falsche Fünfziger: Mit gut 29  000 Scheinen wurden fast doppelt so viele 50-Euro-Blüten sichergestellt wie 2013. Der durch Falschgeld entstandene Schaden in Deutschland stieg von 2,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,3 Millionen Euro.

Auch weltweit stieg die Zahl gefälschter Euro-Noten kräftig um ein Viertel auf 838  000. Im zweiten Halbjahr 2014 wurden mit 507  000 Blüten sogar so viele gefälschte Euro-Noten wie nie zuvor in einem Halbjahr sichergestellt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) berichtete. Den Anstieg zum Vorjahreszeitraum bezifferte die EZB auf 44 Prozent. Trotz dieser Entwicklung betonte die Notenbank: „Gemessen an der höheren Anzahl von mehr als 16 Milliarden echten Banknoten, die in der zweiten Jahreshälfte 2014 im Umlauf waren, ist der Anteil der Fälschungen nach wie vor sehr gering.“

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