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Krisenlage im Mittelmeer : Kreuzfahrer „Aida Aura“ kommt nach Kiel

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele Reisende haben Angst vor der Terrorgefahr im Mittelmeer. Deswegen bietet die Reederei Aida zusätzliche Fahrten ab Kiel an.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2016 | 06:58 Uhr

Kiel | Der Seehafen Kiel profitiert von der globalen Krisenlage. Weil die Zahl der Passagiere, die ihre Kreuzfahrt im östlichen Mittelmeer – besonders wegen der Terrorgefahr in der Türkei – umbuchen wollen, ständig steigt, streicht die Aida-Reederei jetzt Fahrten in der Krisenregion und verlegt ein freiwerdendes Schiff in die Landeshauptstadt.

Die „Aida Aura“ wird ab sofort als drittes Schiff der Reederei – neben der AidaLuna und der AidaVita Kiel als Basishafen anlaufen. Von hier aus wird das Schiff zu 22 Fahrten ins Nordmeer starten. Damit erhöht sich die Zahl der Anläufe in der Saison 2016 in Kiel auf 139 – bislang waren nur 117 geplant. Für den Seehafen bahnt sich voraussichtlich ein neuer Rekord an. Zwar waren 2012 schon einmal 140 Anläufe anmeldet – gekommen sind damals aber nur 137.

Seehafensprecher Ulf Jahnke zeigte sich höchst zufrieden: Die Verlagerung von Mittelmeerreisen in den Norden mit Start und Ziel Kiel sei nur dank der engen Kooperation zwischen Hafen und Reederei möglich gewesen, bei der Streckenplanung und Liegeplatzkapazitäten aufeinander abgestimmt wurden.

Für die regionale Wirtschaft bedeutet die Fahrplanänderung einen Umsatzschub: Die AidaAura wird in Kiel verproviantiert und viele der 1250 Passagiere werden die schleswig-holsteinische Hotellerie, Gastronomie und den Einzelhandel vor oder nach der Seereise mit ihrem Besuch beglücken.

Beglückt dürften auch Fotografen und „Sehleute“ sein. Die neue Entwicklung beschert ihnen am 18. Juni – Eröffnungstag der Kieler Woche – ein einzigartiges Spektakel mit fünf Seeschiffen, einem Flusskreuzfahrer und zwei großen Skandinavienfähren im Hafen. „Das wird dann Maßarbeit an den Kais“, so Jahnke.

Wie berichtet profitiert Kiel auch vom Lkw-Krieg zwischen Russland sowie Polen und Ukraine. Am Donnerstag blieben im Ostuferhafen mehr als 100 Lkw stehen, weil die Schiffe gen Littauen komplett ausgebucht sind, seitdem russische Trucker wegen der Sperrung der Landwege auf die Fähren ins Balitkum ausweichen.

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