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Sanierungsfall : Karstadt vor „einschneidenden Veränderungen“

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Harte Sanierung: Mit dieser Botschaft stimmt das angeschlagene Warenhausunternehmen Karstadt seine 17.000 Beschäftigten auf eine ungewisse Zukunft ein. Doch es gibt auch Hoffnung.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 16:42 Uhr

Essen/Göttingen | Kurz vor der dem mit Spannung erwarteten Treffen des Karstadt-Aufsichtsrats hat Interimschef Miguel Müllenbach die Belegschaft der Warenhauskette nach einem Medienbericht auf tiefe Einschnitte eingestimmt. Die Sanierung werde „einschneidende Veränderungen“ nach sich ziehen, nicht zuletzt auch durch „entschiedene Einsparungen von Personal- und Sachkosten“, zitierte das Fachmagazin „Der Handel“ am Dienstag aus dem Schreiben. Ein Karstadt-Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich die Existenz des Mitarbeiterbriefs, wollte aber zu den Inhalten keine Stellung nehmen.

Zeitgleich waren am Dienstag die Tarifverhandlungen für die rund 17.000 Karstadt-Beschäftigten in Göttingen nach dem Einstieg des neuen Karstadt-Investors René Benko in der zweiten Runde fortgesetzt worden. Am kommenden Donnerstag berät dann in Essen der Aufsichtsrat über den weiteren Sanierungskurs. Das zurückliegende Geschäftsjahr habe zu den schwierigsten in der Geschichte von Karstadt gehört, hieß es nach dem Medienbericht weiter. Ein „nach wie vor defizitäres Ergebnis“ mach die Notwendigkeit einer harten Sanierung „unausweichlich“. Dennoch habe das Unternehmen erstmals seit drei Jahren eine operative Ergebnisverbesserung geschafft, so dass es nun auch mit Hilfe des neuen Eigentümers möglich sei, das kommende Weihnachtsgeschäft und die Sanierung solide zu finanzieren. Mit dem Sanierungsprogramm sei Karstadt auf gutem Weg, hieß es. So seien Warenbestände abgebaut und Verträge mit Lieferanten neu verhandelt worden. Es bestehe eine sehr gute Chance, Karstadt vorwärts zu bringen und „wieder Geld über die Ladenkasse“ zu verdienen.

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