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2000 Arbeitsplätze weniger : Karstadt plant Stellenabbau

vom

Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt will jeden zehnten Arbeitsplatz in Filialen streichen. Zudem ist ein Lohnmodell wie bei dem Versandhändler Amazon geplant.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2015 | 10:43 Uhr

Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt will nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ in seinen Filialen mehr als jeden zehnten Arbeitsplatz abbauen. Die Zahl der Vollzeitstellen solle bis 2016 um 1271 auf 8170 reduziert werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ein Zukunftskonzept des Unternehmens. Die Personalkosten sollten so um 64 Millionen auf 308 Millionen Euro gesenkt werden. Die Mitarbeiter sollen in drei Gruppen eingeteilt werden: Verkäufer, Kassierer und Serviceteams, die die Waren in die Regale räumen. Diese neu geschaffenen Teams könnten dann nach den geringeren Löhnen der Logistikbranche bezahlt werden, so wie es der Versandhändler Amazon macht.

Deutschlands traditionelle Warenhauskette Karstadt gibt es seit 1881.  In den letzten Jahren kämpfte Karstadt mit wirtschaftlichen Verlusten - vergebens: 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Bis 2010 gehörte die Kette zur Arcandor AG. Danach kaufte der Investor Nicolas Berggruen den Konzern, konnte ihn aber nicht zurück auf die Erfolgsspur bringen. Auch nach dem Einstieg des österreichischen Immobilieninvestors René Benko 2014 kämpft die Warenhauskette weiterhin mit sinkenden Umsätzen.

Kritik an den Plänen kam von Verdi. Eine Gewerkschaftssprecherin sagte: „Für ein erfolgreiches Warenhaus, das diesen Namen noch verdient, braucht man ausreichend Personal auf der Fläche. Daran darf nicht gesägt werden.“ Sie forderte die Karstadt-Führung auf, zeitnah die Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen.

Nach früheren Angaben der Gewerkschaft plant die Unternehmensführung neben der bereits beschlossenen Schließung von sechs Häusern den Abbau von insgesamt rund 2000 Stellen. Auch Hunderte von Stellen in der Essener Zentrale sollen demnach wegfallen.

Deutschlands traditionelle Warenhauskette Karstadt gibt es seit 1881.  In den letzten Jahren kämpfte Karstadt mit wirtschaftlichen Verlusten - vergebens: 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Bis 2010 gehörte die Kette zur Arcandor AG. Danach kaufte der Investor Nicolas Berggruen den Konzern, konnte ihn aber nicht zurück auf die Erfolgsspur bringen. Auch nach dem Einstieg des österreichischen Immobilieninvestors René Benko 2014 kämpft die Warenhauskette weiterhin mit sinkenden Umsätzen.

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