«Dollar-für-Dollar-Antwort» : Kanada kündigt eigene Zölle auf Stahl- und Aluminium an

Schwierige Nachbarschaft: US-Präsident Donald Trump und der kanadische Premierminister Justin Trudeau während des letztlich gescheiterten G7-Gipfels. /AP
Schwierige Nachbarschaft: US-Präsident Donald Trump und der kanadische Premierminister Justin Trudeau während des letztlich gescheiterten G7-Gipfels. /AP

Kanada kontert die Strafzölle der USA auf Stahl und Aluminium mit Gegenmaßnahmen und treibt den sich ausweitenden Handelsstreit mit Washington damit weiter voran.

shz.de von
29. Juni 2018, 19:44 Uhr

Außenministerin Chrystia Freeland kündigte Zölle auf Stahl- und Alumiumprodukte aus den USA im Wert von umgerechnet zehn Millarden Euro an, die am Sonntag in Kraft treten sollen. «Kanada hat keine Wahl, als mit einer maßvollen, gegenseitigen Dollar-für-Dollar-Antwort zurückzuschlagen», sagte Freeland.

Die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle gegen den nördlichen Nachbarn waren diesen Monat in Kraft getreten. Die Zölle sind aus Sicht Kanadas illegal, das Land hat wie die Europäische Union Klage vor der Welthandelsorganisation WTO eingereicht. Die US-Zölle verstoßen nach Einschätzung Ottawas auch gegen die Regeln des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta, das beide Länder sowie Mexiko derzeit neu verhandeln.

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