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Junge Leute entdecken das Bausparen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Landesbausparkasse zählt 51 000 neue Verträge mit einer Sparsumme von 1,85 Milliarden Euro / Anteil der unter 20-Jährigen über 20 Prozent

Weil in der Niedrigst-Zinsphase alle auf Betongold setzen, surfen die Bausparkassen in Deutschland auf einer Riesenwelle. „Und wir surfen mit“ , beschrieb gestern Schleswig-Holsteins LBS Chef Peter Magel die Verhältnisse. Die Welle bescherte seinem Unternehmen im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis: das beste Neugeschäft in der Unternehmensgeschichte. Und auch für das laufende Jahr rechnet die Bausparkasse mit guten Zahlen.

Laut Magel konnte die LBS 2013 in Schleswig-Holstein und Hamburg mehr als 51 000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von insgesamt 1,85 Milliarden Euro abschließen. Das entspricht einem Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bausparsumme steig sogar um 8,7 Prozent, die Zahl der Kunden um gut 2000. Insgesamt zählte die Bausparkasse Ende Dezember 2013 rund 333 000 Kunden (plus 0,6 Prozent) mit mehr als 446 000 Verträgen.

Trotzdem ist der LBS-Chef nicht ganz zufrieden. Die Konkurrenz legte ebenfalls deutlich zu, der LBS-Marktanteil (33 Prozent) konnte nur knapp verteidigt werden und der Jahresüberschuss sank von 5,5 Millionen Euro 2012 auf 3,9 Millionen in der aktuellen Bilanz.

„Für die LBS im Norden ist das ein Anreiz, sich noch mehr ins Zeug zu legen“ betonte der Vorstandsvorsitzende. Erfreulich ist in seinen Augen, „dass die LBS 85 Jahre alt wird, die Kunden aber immer jünger werden“. Der Anteil der unter 20-Jährigen an den Neukunden sei dank eines Spezialtarifes für junge Leute auf mehr als 20 Prozent gestiegen. Von „Old Fashion“ könne also keine Rede sein, „wir waren noch nie aus der Mode“, so Magel.

Die Kreditauszahlungen stiegen im vergangenen Jahr um insgesamt 13,8 Prozent auf rund 260 Millionen Euro. Rund 80 Prozent machen dabei Vor- und Zwischenfinanzierungen vor allem auch für (energetische) Modernisierungen aus. Häufig wird der Immobilienerwerb vorgezogen, um die historisch niedrigen Zinsen festzuschreiben und weitere Preissteigerungen abzufangen. Die Immobilien-Tochter LBS-I, nach eigenen Angaben der größte Makler in Schleswig-Holstein, vermittelte 1331 Objekte – also etwas weniger als 2012 (1348) – konnte gleichzeitig aber den Umsatz um 1,8 Prozent steigern. Der Grund: Der durchschnittliche Kaufpreis pro Immobilie stieg um 6,3 Prozent auf 151 000 Euro.

Im Vergleich zum Rekordjahr 2013 sei das laufende Jahr bisher verhalten angelaufen. So liege das Brutto-Neugeschäft im ersten Quartal 2014 rund 14 Prozent unter dem des Vergleichszeitraums. Dennoch rechnet Magel mit einem starken Bauspar-, Finanzierungs- und Immobilienvermittlungsgeschäft besonders in Hamburg, seinem Umland und den wirtschaftlichen Zentren Schleswig-Holsteins. Die Wirtschaftsverhältnisse in Deutschland seien „paradiesisch“ , sagte Magel. Deshalb können sich mehr Menschen Wohneigentum leisten und nutzen dabei den Bausparvertrag als Einstieg. „Das spielt auch in unsere Karten.“ Entsprechend boomt auch das Geschäft mit dem Wohnriester. Rund elf Prozent des Neugeschäftes entfielen auf diese Riesterverträge. „Eine Finanzierungsberatung für Häuslebauer ohne den Hinweis auf diese Förderung kommt schon einer Fehlberatung nahe“, sagte Magel. Der Grund: Nach LBS-Berechnungen sind Eigentümer, die ihre Immobilie mit Riester finanzieren, bis zu fünf Jahre schneller schuldenfrei als ohne Förderung und könnend dabei bis zu 50 000 Euro sparen.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 13:23 Uhr

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