Israelischer Diamantenhändler will bei Karstadt einsteigen

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shz.de von
22. November 2013, 00:34 Uhr

Bei Karstadt sorgen Spekulationen um einen weiteren Rückzug von Investor Nicolas Berggruen für Unruhe. Beim kriselnden Konzern mit seinen 83 Stammhäusern könnten nach einem Bericht des „Manager Magazins“ neue Investoren die Mehrheit übernehmen. Als möglicher Kaufpreis für einen Anteil von 75,1 Prozent wurde ein Euro genannt. Das Unternehmen kommentierte dies gestern zunächst nicht.

Dem Bericht zufolge sollen die österreichische Signa-Gruppe, der bereits die Mehrheit an Karstadt Premium und Sport gehört, und der israelische Diamanten-Milliardär Beny Steinmetz (Foto) die Option haben, die Mehrheit am Karstadt-Stammgeschäft zu übernehmen. Die Gewerkschaft Verdi forderte gestern ein Gespräch mit Steinmetz, sofern sich die Gerüchte bestätigen sollten.

Von Signa-Gründer René Benko liege der Gewerkschaft bereits ein Gesprächsangebot für den Januar vor, sagte der Verdi-Verhandlungsführer in der Karstadt-Tarifkommission, Arno Peukes. Unabhängig von eventuellen Veränderungen bei den Eigentümerstrukturen gehe es den Karstadt-Beschäftigten um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, so Peukes.

Ebenso wie Berggruen hatte Benko in der Vergangenheit auch Interesse an einer Übernahme des Karstadt-Konkurrenten Kaufhof bekundet. Kaufhof-Chef Lovro Mandac hatte sich zuletzt deutlich gegen eine Fusion ausgesprochen. „Ich sehe da keine Möglichkeit, es sei denn, die Läden würden uns geschenkt“, sagte der Manager.

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