Institut: Mieten in Hamburg sind nicht überzogen

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31. August 2013, 00:35 Uhr

Die Botschaft überrascht: Die Mieten in Hamburg sind nach einer gestern vorgelegten Studie im Auftrag der Wohnungswirtschaft deutlich günstiger als weithin angenommen. Demnach beträgt die durchschnittliche Monatsmiete in der Hansestadt nur 7,28 Euro pro Quadratmeter (netto, kalt). Für die bislang umfassendste Bestandsaufnahme der Mietpreise in der Stadt hatte das Center for Real Estate Studies (CRES) Angaben zu knapp 250 000 privaten, städtischen und genossenschaftlichen Wohnungen ausgewertet.

Demnach ist das Wohnen bei der städtischen Gesellschaft Saga/GWG sowie bei Genossenschaften mit einer Durchschnitts-Quadratmeterpreis von 5,95 Euro am günstigsten. Bei privaten Vermietern liegt der Preis bei 8,06 Euro. Erwartungsgemäß ermittelte die Studie für Neubauwohnungen einen höheren Wert (8,45 Euro) als für Bestandswohnungen, die durchschnittlich 7,12 Euro pro Monat kosten. Andere Erhebungen hatten zuletzt über deutlich höhere Durchschnittsmieten in Hamburg berichtet.

Die Spitzenvertreter der Wohnungswirtschaft sehen die neuen Zahlen als Beleg für einen „funktionierenden und gesunden“ Wohnungsmarkt in der Elbmetropole. Die Mieterverbände hingegen haben der Studie entschieden widersprochen. Sie monierten unter anderem, dass weniger als zehn Prozent der privat vermieteten Wohnungen eingeflossen seien.

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