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Maschinenbau und Nahrungsmittelherstellung : Industrie in SH und Hamburg legt im ersten Halbjahr kräftig zu

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Aus der Onlineredaktion

Großaufträge sorgen für ein Umsatzplus. Gut läuft es auch auf dem Arbeitsmarkt.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 12:48 Uhr

Kiel | Die größeren Industriebetriebe in Schleswig-Holstein haben im ersten Halbjahr ihre Umsätze im Vorjahresvergleich um zwölf Prozent auf 16,6 Milliarden Euro gesteigert. Der hohe Zuwachs hänge auch mit der Abrechnung von Großaufträgen zusammen, teilte das Statistikamt Nord am Mittwoch mit. Der Inlandsabsatz stieg um 15 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, der Export um 7 Prozent auf 6,9 Milliarden. Die Exportquote sank minimal auf 42 Prozent.

Umsatzstärkste Branche blieb der Maschinenbau mit 2,7 Milliarden Euro. Es folgte die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit 2,5 Milliarden. Die Mineralölverarbeitung, die in der Vergangenheit wegen gesunkener Preise starke Umsatzrückgänge hinnehmen musste, legte um 56 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Im Plus waren auch die chemische (1,4 Milliarden Euro) und die pharmazeutische (1,2 Milliarden) Industrie. Der „Sonstige Fahrzeugbau“ – in diese Rubrik fallen auch Schiffe und Lokomotiven – verbuchte fast eine Verdopplung auf 919 Millionen Euro. Hier wirkte sich die Abrechnung von Großaufträgen im Schiffbau aus. Im Monatsdurchschnitt des ersten Quartals arbeiteten in den erfassten 569 Betrieben mit jeweils mindestens 50 Beschäftigten insgesamt knapp 106.700 Menschen. Das waren im Vorjahresvergleich vier Prozent mehr.

36,6 Milliarden Euro Umsatz in Hamburg

In Hamburg haben die größeren Industrieunternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 36,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Zuwachs von 14,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistikamt Nord am Mittwoch in der Hansestadt mitteilte. Maßgeblich dafür waren die Betriebe der Mineralölindustrie, die 46 Prozent zum Hamburger Industrieumsatz beisteuern und damit mit Abstand die größte Industriebranche darstellen. Sie erreichten nach einer längeren Phase preis- und nachfragebedingter Rückgänge ein Umsatzplus von 18 Prozent auf 17 Milliarden Euro.

Gut lief es auch auf dem Arbeitsmarkt für Industriebeschäftigte. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um zwei Prozent auf 79.700 Männer und Frauen. Größter Industrie-Arbeitgeber ist der „Sonstige Fahrzeugbau“; dahinter verbirgt sich vor allem die Flugzeugindustrie mit Airbus, Lufthansa Technik und ihren Zulieferern. Sie beschäftigten 15.500 Menschen, drei Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Exportquote der Hamburger Industrie lag unverändert bei 31 Prozent, ohne Mineralölverarbeitung bei 52 Prozent. Insgesamt gibt es in Hamburg 219 Industriebetriebe mit jeweils mehr als 50 Beschäftigten.

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