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Immer mehr Frauen gründen eigene Firma

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 16:54 Uhr

Der Frauenanteil unter Firmengründern in Deutschland ist noch nie so hoch gewesen wie 2013. Rund 43 Prozent der Betriebsgründungen (376 000 von 868 000) seien durch Frauenhand vollzogen worden, teilte die staatseigene Förderbank KfW gestern in Frankfurt mit. Jeder zweite Nebenerwerbsgründer und jeder dritte Vollerwerbsgründer war demnach weiblich. „Die Selbstständigkeit, gerade im Nebenerwerb, bietet für viele Frauen offenbar eine Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren“, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Von den Müttern unter den Gründerinnen waren 43 Prozent zuvor nicht erwerbstätig.

Insgesamt wagten Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit häufiger als Männer aus der Not heraus: 35 Prozent der Frauen gaben an, sich aufgrund fehlender alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten für die Selbstständigkeit entschieden zu haben. Bei den Männern trifft das nur auf jeden Vierten (26 Prozent) zu. Hingegen machen sich 58 Prozent der Männer, aber nur 46 der Frauen selbstständig, weil sie eine innovative Geschäftsidee umsetzen wollen. Tatsächlich rufen Frauen überdurchschnittlich häufig eine Firma im Bereich der persönlichen Dienstleistungen ins Leben: Sie richten eine Praxis für Physiotherapie ein, eröffnen einen Friseursalon oder starten eine freiberufliche Lehrtätigkeit. Ihre männlichen Kollegen fokussierten sich dagegen stärker auf wirtschaftliche Dienstleistungen wie Softwareentwicklung, Steuer- und Rechtsberatung oder die Vermarktung von Immobilien.

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