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HSH Nordbank: Kampf um Stellen in Kiel

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag fährt im Kampf um Arbeitsplätze bei der HSH-Nordbank schweres Geschütz auf und wirft Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) vor, dem Abbau von 250 Stellen am Standort Kiel öffentlich zuzustimmen, „anstatt die guten Argumente für Kiel ins Feld zu führen. Heinold macht in vorauseilendem Gehorsam den Kotau vor Hamburg. Das darf doch wohl nicht wahr sein“, sagte CDU-Finanzexperte Tobias Koch. Seine Fraktion stellte deshalb gestern einen Dringlichkeitsantrag, mit dem die Landesregierung noch in der heute zu Ende gehenden Landtagssitzung aufgefordert wird, bestehende HSH-Konzepte für eine Verlagerung des Back-Office-Bereichs nach Kiel in den Verhandlungen durchzusetzen, so Koch. In der HSH-Nordbank gebe es hervorragende Konzepte für eine stärkere Verlagerung von Arbeitsplätzen im Back-Office Bereich in leerstehende Räumlichkeiten am Standort Kiel. Die CDU-Fraktion erwarte von der Finanzministerin, dass sie ihre Zustimmung zu einem Stellenabbau von der Realisierung dieser Konzepte abhängig machen, so Koch.

Als abenteuerlich bezeichnete Heinold die Forderungen der Union. „Eine solche Blockade wäre Vermögensvernichtung pur. Die Erfüllung der Auflagen der Europäischen Kommission beinhalten eine deutliche Verkleinerung der Bank.“

Heinold unterstrich noch einmal, dass der angekündigte Stellenabbau bei der HSH Nordbank die Standorte Hamburg und Schleswig-Holstein gleichwertig treffen müsse und nicht zu Lasten des Kieler Standortes gehen dürfe. Sie wollte dies in einem Gespräch mit dem Bankvorstand noch einmal deutlich machen, so die Ministerin weiter. „Die Landesregierung wird wie bisher den Umstrukturierungsprozess verantwortungsvoll und konstruktiv begleiten, denn die HSH Nordbank ist nach wie vor ein hohes Haushaltsrisiko“, sagte Heinold.

Das Kreditinstitut will mit einem drastischen Sparprogramm seine Rentabilität nachhaltig stärken. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten drei Jahren rund 500 von 2600 Vollzeitstellen abgebaut werden müssen“, hatte der Vorstandsvorsitzende Constantin von Oesterreich angekündigt.

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erstellt am 13.Nov.2014 | 17:12 Uhr

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