zur Navigation springen

Höhere Steuer bei Grunderwerb:Keine Häufung von Käufen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit dem Frühsommer 2013 ist klar, dass die Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein mit dem neuen Jahr um 1,5 Punkte auf den bundesweiten Spitzenwert von 6,5 Prozent steigt. Einige Interessenten beschleunigten Hauskäufe, um sie im alten Jahr unter Dach und Fach zu bringen. Notare hatten zur Beurkundung noch am 30. Dezember alle Hände voll zu tun. Doch eine wirklich rasante Jahresendrallye blieb offenkundig aus. Vor zwei Jahren war das noch anders, als die damalige schwarz-gelbe Koalition die Steuer ebenfalls um 1,5 Punkte angehoben hatte. Die Landesbausparkasse (LBS) hatte im Dezember 2011 einen Rekordumsatz verbucht. „Diesen Vorzieheffekt spüren wir diesmal nicht“, sagte Sprecher Klaus-Günther Steinke.

Offenkundig fiel das Jahresendgeschäft bei den Unternehmen graduell unterschiedlich aus. „Einige Käufe sind vermutlich vorgezogen worden“, berichtete Geschäftsführer Carsten Stöben von der Otto Stöben GmbH in Kiel. „Aber es gab keine Rallye.“ Einen großen Unterschied zu den Vormonaten stellte Stöben nicht fest – anders als vor zwei Jahren. Das führt Stöben auch auf das derzeit niedrige Zinsniveau zurück. „Da fällt die höhere Steuer nicht so ins Gewicht – bei höheren Zinsen wäre das anders gewesen.“

Auch Dirk Beller sagte, 2013 sei nicht so stark gewesen wie 2011, trotz teils sehr lebhafter Nachfrage. „In den letzten drei bis vier Wochen ist die Zahl der Abschlüsse stark gestiegen“, sagte Beller. Generell sei die Nachfrage derzeit sehr groß. Auch von der höheren Steuer ließen sich Interessenten letztlich nicht vom Kauf abhalten.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen