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Hersteller tricksen mit Mogelpackungen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Schokolade in der 87-Gramm-Tafel, Bier in der 0,4-Liter-Flasche, Papiertaschentücher im 9er-Pack: Wer heute einkauft, muss mehr denn je aufpassen. Denn immer häufiger finden sich in den Regalen statt der vertrauten Packungsgrößen ungewohnte Angebote. Und oft zahlt der Verbraucher dabei drauf. „Die Methoden bei verdeckten Preiserhöhungen werden immer gewiefter und vielfältiger“, beobachtet der Lebensmittelexperte der Verbraucherzentrale Hamburg, Armin Valet. Das ärgert ihn und viele Kunden. „Teilweise werden die Preise bei Verpackungsänderungen um 20 oder 25 Prozent erhöht. Das sind Aufschläge, die die Unternehmen nie durchkriegen würden, wenn sie sie einfach für jeden sichtbar draufschlagen.“

Aus der Sicht von Herstellern und Handel sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Sie stehen oft unter Druck, steigende Rohstoffpreise und Personalkosten an die Kunden weitergeben zu müssen. Doch das wird spätestens dann schwierig, wenn Preisschwellen wie 99 Cent oder 1,99 Euro erreicht werden. „Die Unternehmen haben Angst über Preisschwellen zu gehen, weil sie Absatzeinbrüche befürchten“, erklärt der Marketingexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU in Vallendar bei Koblenz das Problem. Die bequemste Antwort sei dann oft, die Füllmenge in der Packung zu verändern, um die Preiserhöhung zu verschleiern.

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