Schwedischer Textilkonzern : Hennes & Mauritz verliert an Fahrt: Gewinn geht zurück

Früheren Prognosen zufolge ist mit einem profitablen Wachstum erst ab dem nächsten Jahr zu rechnen.
Früheren Prognosen zufolge ist mit einem profitablen Wachstum erst ab dem nächsten Jahr zu rechnen.

Der schwedische Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M) hat im zweiten Quartal weiter geschwächelt. Der Gewinn ging um mehr als ein Fünftel auf 4,6 Milliarden schwedische Kronen (derzeit rund 445 Mio Euro) zurück.

shz.de von
28. Juni 2018, 11:20 Uhr

Das teilte der Zara-Konkurrent in Stockholm mit. Konzernchef Karl-Johan Persson machte dafür die schwache Umsatzentwicklung verantwortlich. «Wir haben noch immer viel zu hohe Lagerbestände», sagte er laut Mitteilung. Im dritten Quartal dürfte es daher zu weiteren Preisnachlässen kommen, um diese zu bereinigen.

Probleme bereitete der Konzernmutter von Marken wie H&M, Cheap Monday, Cos oder & Other Stories auch die Umstellung auf neue Logistiksysteme. Das Verfahren sei sehr komplex und habe in einigen wichtigen Märkten vorüber gehend zu Lieferverzögerungen geführt, so Persson. Beim Umsatz kam H&M im zweiten Quartal nur langsam vom Fleck und auch nur wegen der Eröffnung neuer Läden. Mit 60,5 Milliarden Kronen lagen die Erlöse um 1,6 Prozent über dem Niveau ein Jahr zuvor.

Persson hatte bereits vor einem schwachen ersten Halbjahr gewarnt und erwartet nun eine bessere zweite Jahreshälfte. Der Konzern, der relativ spät auf die Konkurrenz von Onlinehändlern oder billigeren Anbietern wie Primark reagiert hatte, wird derzeit neu ausgerichtet. Früheren Prognosen zufolge ist mit einem profitablen Wachstum erst ab dem nächsten Jahr zu rechnen.

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