zur Navigation springen
Wirtschaft

23. Oktober 2017 | 03:15 Uhr

Heizölpreise im Keller

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Aber viele Kunden warten mit dem Kauf ab und hoffen auf weiter fallende Notierungen / Kaum Unterschiede im regionalen Preisvergleich

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2014 | 13:19 Uhr

Die Heizölverkäufer haben es in diesen Tagen schwer. Sollen sie ihren Kunden zum Kauf raten? Eigentlich können sie es, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Sind doch die Preise im Keller und liegen im Vergleich zu den Konditionen von vor einem Jahr um rund zehn Cent niedriger. Die häufigste Frage der Verbraucher, ob der Preis denn noch weiter sinke, wird zumeist abwartend beantwortet. „Das könne durchaus sein.“ Oder: „Wohl eher nicht.“ Oder: „Wenn Sie jetzt kaufen, machen Sie keinen Fehler.“ Eine Empfehlung, die jedoch kaum zur Entscheidung, jetzt die Tanks aufzufüllen, befolgt wird. Die Nachfrage sei da, wobei die Masse der Heizölkunden offenbar von weiter fallenden Preisen ausgeht und mit dem Kauf zögert, heißt es beim Mineralölhandel. Was dazu führt, dass die Lagerbestände weiterhin steigen und somit die Preise eine leichte Tendenz zum Nachgeben aufzeigen. Auch das milde Herbstwetter trägt zur Kaufzurückhaltung bei. Traditionell entscheiden sich Heizölkunden erst dann zum Kauf, wenn Frost einsetzt und Schnee fällt. Dann aber, auch das zeigt die Erfahrung, gehen die Preise im Stundentakt nach oben. Derzeit gibt es im landesweiten Vergleich mit Ausnahme von Sylt und Föhr nur geringe Preisunterschiede beim regionalen Handel, wie aus der nebenstehenden Tabelle unserer Umfrage vom letzten Freitag hervorgeht. Insofern unterscheidet sich der Heizölmarkt von der Situation auf dem Tankstellensektor, wo häufig durchaus regionale Preisdifferenzen von fünf bis zu teilweise gar zehn Cent anzutreffen sind.


Rückläufige Tendenz an den Märkten


Kurz vor Beginn des Wochenendes kam es auf dem internationalen Ölmarkt zu einer leichten Nervosität. Die Ölpreise notierten am Freitagnachmittag uneinheitlich. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete 86,05 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg dagegen um zwei Cent auf 81,14 Dollar. Eine solche Tendenz hat es seit Monaten nicht gegeben, so dass Importeure vor der Frage stehenen, die Lager wieder voll zu fahren oder ebenso wie die Kunden weiter abzuwarten. Die Ölpreise sind seit Monaten unter Druck. Händler erklärten die anhaltende Schwäche der Ölpreise mit der gestiegenen Produktion und dem nachlassenden Bedarf in China. So gibt es auch Anfang dieser Woche keine Klarheit darüber, in welche Richtung sich die Preise bewegen. Fazit: Wer jetzt kauft, spart gegenüber dem Vorjahr.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert