zur Navigation springen

Hartz-IV-Aufstocker profitieren nur wenig vom Mindestlohn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Vom geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro werden Arbeitsmarktforschern zufolge nur wenige Hartz-IV- Aufstocker profitieren. Von den derzeit 1,3 Millionen Aufstockern fallen voraussichtlich nur 60 000 aus der Jobcenter-Förderung, so eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Da die Aufstocker mehrheitlich weniger als 22 Stunden in der Woche arbeiteten, würden die meisten von ihnen auch nach der Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro weiter Hartz IV benötigen, heißt es in der Studie. Der durchschnittliche Stundenlohn der Hartz-IV-Aufstocker liege mit rund 6,20 Euro zwar deutlich unter dem geplanten Mindestlohn, der Einkommenszuwachs reiche aber bei den meisten nicht aus, um von Hartz IV unabhängig zu werden. Hinzu komme, dass der überwiegende Teil des Lohnzuwachses auf die Hartz-IV-Bezüge angerechnet werde. Im Durchschnitt steige das verfügbare Nettoeinkommen der Aufstocker lediglich um zehn bis zwölf Euro. Aufstockende Hartz-IV-Leistungen werden gezahlt, wenn das Arbeitseinkommen eines Beschäftigten nicht zum Leben ausreicht. Gewinner des Mindestlohns seien der Bund und die Sozialversicherungen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert