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Containerschiffahrt : Hapag-Lloyd verschiebt Börsengang

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Konkurrent Maersk überrascht mit einer Gewinnwarnung. Die Hamburger Börsenpläne sind deshalb nicht zu halten.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2015 | 13:13 Uhr

Hamburg | Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd muss den geplanten Börsengang verschieben. Das Unternehmen hat die Angebotsfrist für ihre Aktien bis zum 3. November verlängert. Durch die Verlängerung verschiebt sich auch der für den 30. Oktober vorgesehene Börsengang. Einen neuen Termin dafür gibt es noch nicht.

„Angesichts der angespannten Kapitalmärkte haben wir uns entschieden, die Frist zu verlängern“, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Hamburg. Am Freitag hatte der Konkurrent Maersk seine Gewinnprognose von 4 auf 3,4 Mrd. Dollar gesenkt und als Grund eine verlangsamte Konjunktur in der Containerbranche genannt. Die Maersk-Aktie verlor daraufhin deutlich.

Hapag-Lloyd ist ein Hamburger Traditionsunternehmen und die viertgrößte Linienreederei der Welt. Die Branche hängt sehr stark an der globalen Konjunktur. Wirtschaftseinbrüche haben in der Vergangenheit regelmäßig die Frachtraten einbrechen lassen. Größte Anteilseigner von Hapag-Lloyd sind die chilenische Reederei CSAV (34 Prozent), die Stadt Hamburg (23,2 Prozent), Kühne Maritime (20,8 Prozent) und Tui (13,9 Prozent)

Die Zeichnungsfrist für die Hapag-Lloyd-Aktie war am 15. Oktober mit einer Preisspanne von 23 bis 29 Euro je Papier gestartet und sollte ursprünglich an diesem Dienstag auslaufen. Hapag-Lloyd wollte bis zu 15,7 Millionen Aktien anbieten. Der Erlös aus dem Börsengang soll für die Anschaffung von Schiffen und Containern genutzt werden.

Von den angebotenen Aktien stammen bis zu 11,5 Millionen Stück aus einer Kapitalerhöhung. Dieses Geld würde der Unternehmenskasse zufließen. Optional können bis zu 2,3 Millionen weitere Aktien aus dem Bestand des Großaktionärs Tui hinzu kommen. Der Reisekonzern stellt darüber hinaus zusätzlich bis zu 1,9 Millionen Papiere für eine mögliche Mehrzuteilungsoption zur Verfügung. Dadurch könnte sich das Volumen der Transaktion auf bis zu rund 410 Millionen Dollar erhöhen. Die beiden Großaktionäre Kühne Maritim und CSAV wollen jeweils Aktien im Wert von 30 Millionen Dollar zeichnen.

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