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Hamburger Reederei : Hapag-Lloyd-Aktie startet in Börsenhandel – mit kleinem Gewinn

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Der Weg an die Börse war für die Reederei nicht einfach. Der Ausgabepreis musste herabgesetzt werden.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 10:05 Uhr

Hamburg | Die Aktie der Reederei Hapag-Lloyd ist mit einem minimalen Gewinn in den Börsenhandel gestartet. Als erste Kursnotierung wurden am Freitag in Frankfurt 20,05 Euro pro Stück festgestellt. Die Aktie war zuvor für 20 Euro ausgegeben worden.

Hapag-Lloyd ist ein Hamburger Traditionsunternehmen und die viertgrößte Linienreederei der Welt. Die Branche hängt sehr stark an der globalen Konjunktur. Wirtschaftseinbrüche haben in der Vergangenheit regelmäßig die Frachtraten einbrechen lassen. Größte Anteilseigner von Hapag-Lloyd sind die chilenische Reederei CSAV (34 Prozent), die Stadt Hamburg (23,2 Prozent), Kühne Maritime (20,8 Prozent) und Tui (13,9 Prozent)

Der Börsengang der Reederei war wegen der schwierigen Schifffahrtsbranche und des eher schwachen Börsenumfelds recht mühsam. Erst vor wenigen Tagen hatte Marktführer Maersk angekündigt, 4000 Arbeitsplätze in der Schifffahrt zu streichen. Die Zeichnungsfrist für die Aktie musste um eine Woche verlängert und der Ausgabepreis herabgesetzt werden.

Die Reederei will von dem Erlös von rund 300 Millionen Dollar (265 Millionen Euro) Schiffe und Container kaufen.

„Wir sind mit dem Interesse der Investoren und der Nachfrage nach unseren Aktien zufrieden“, sagte Vorstandsvorsitzender Rolf Habben Jansen am Freitag in Frankfurt. „Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes ist es uns gelungen, diesen bedeutenden Schritt erfolgreich zu absolvieren.“ Habben Jansen läutete gemeinsam mit Finanzvorstand Nicolás Burr die Börsenglocke im Frankfurter Börsensaal und zusätzlich eine 200 Pfund schwere Schiffsglocke aus Bronze.

Die Aktien werden im Prime Standard der Frankfurter Börse gehandelt. Nach dem Abschluss des Börsengangs hat Hapag-Lloyd nun die Möglichkeit, sich einfacher über Kapitalerhöhungen an der Börse zu finanzieren. Zudem können diejenigen Anteilseigner, die sich von ihrer Hapag-Lloyd-Beteiligung trennen wollen, ihre Aktien über die Börse verkaufen. Das trifft vor allem auf die TUI sowie mittelfristig auf die Stadt Hamburg zu.

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