Handel und Landwirte versprechen bessere Zustände in Tierställen

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13. Januar 2015, 15:20 Uhr

Ein Bündnis aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel will die Haltungsbedingungen für Schweine und Geflügel in Deutschland verbessern. Dafür stünden in den kommenden drei Jahren rund 255 Millionen Euro bereit, kündigte die „Initiative Tierwohl“ gestern in Berlin an. Landwirte, die ihren Tieren zum Beispiel mehr Platz bieten als es die Gesetze vorschreiben, sollen künftig aus dem Fonds Gelder beantragen können. Dafür müssen sie Verbesserungen bei der konventionellen Nutztierhaltung nachweisen. Die Teilnahme an der Initiative ist freiwillig. Die Idee begründete die Initiative mit einem Umdenken der Gesellschaft beim Fleischverzehr. So fänden inzwischen rund 60 Prozent der Verbraucher eine artgerechte Tierhaltung wichtig, berichtete Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der „Initiative Tierwohl“. Allerdings wollten nur 30 Prozent auch deutlich mehr Geld dafür ausgeben. Der Biobereich liege beim Konsum bei weniger als einem Prozent. Der Fonds speist sich aus dem Fleischverkauf. Teilnehmer sind bisher die Handelsketten Aldi, Edeka, Kaiser's Tengelmann, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, Real und Rewe. Sie zahlen vier Cent pro Kilogramm Verkaufsmenge ein. Es bleibe dem Handel überlassen, ob er die Fleischpreise für diese Abgabe erhöhe, sagte Franz-Martin Rausch, Geschäftsführer beim Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels.

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