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Gesamtumschlag 2013 : Hamburgs Hafen legt zu

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Gesamtumschlag 2013 betrug 139 Millionen Tonnen und die Zahl der umgesetzten Container stieg steiler an als in Nordeuropas Konkurrenzhäfen.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 14:06 Uhr

Der Hamburger Hafen hat seinen Umschlag im Jahr 2013 deutlich gesteigert. Insgesamt wurden rund 139 Millionen Tonnen Güter abgefertigt, 6,2 Prozent mehr als 2012. Der Containerumschlag als wichtigstes Teilsegment legte um 4,4 Prozent auf 9,3 Millionen TEU zu. Das hat die Hafen Hamburg Marketing (HHM) gestern mitgeteilt. Die Konkurrenz in den anderen nordeuropäischen Containerhäfen schlug 2013 ausnahmslos weniger Stahlboxen um als im Vorjahr. So büßte Europas Branchenprimus Rotterdam 2,1 Prozent ein, Hamburgs deutscher Rivale Bremen/Bremerhaven sogar 4,7 Prozent. HHM-Vorstand Axel Mattern zufrieden: „Hamburg konnte seinen Marktanteil in der Nordrange um 1,3 Prozentpunkte auf 26,2 Prozent steigern.“ Für Hafen-Manager und Wirtschaftspolitiker in der Hansestadt ist das Balsam auf geschundene Seelen, hatte Hamburg doch während der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 erhebliches Geschäft an die Konkurrenz verloren.

Im vorigen Jahr ist es laut Mattern gelungen, mehrere Zulieferverkehre mit Feederschiffen aus Rotterdam an die Elbe zurückzuholen. Zudem seien zwei Fernost-Containerdienste von Bremerhaven nach Hamburg gewechselt. Die Stadt bleibt damit Europas zweitgrößter Containerhafen, weltweit reicht es zu Platz 15.

Im Wettbewerb punkte Hamburg vor allem mit seiner modernen Infrastruktur und der geografischen Lage an der Schnittstelle wichtiger Märkte und Verkehrswege, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Auch profitiere der Hafen von den Vorzügen der starken norddeutschen Metropolregion. Trotz anhaltender Schifffahrtskrise geht der Senator von weiterem Wachstum aus: „Bis 2030 wird sich der Hafenumschlag in Hamburg mindestens verdoppeln.“

Die Bilanz 2013 zeigt zugleich, dass Deutschlands größter Hafen längst nicht nur Stahlboxen abfertigt, sondern weiterhin auch als Universalhafen bestens funktioniert. Fast ein Drittel des Gesamtumschlags entfällt auf Massengut, also Waren und Rohstoffe, die nicht in Containern befördert werden. Dazu zählen vor allem Treibstoffe, Erze, Kohle und Getreide.

Der Kieler Seehafen meldete für 2013 einen Gesamtumschlag von 6,32 Millionen Tonnen, Lübeck einen von 23,1 Millionen Tonnen, Brunsbüttel Ports etwa 10 Millionen Tonnen.

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