zur Navigation springen

Habeck: Stromnetzausbau statt Batterien

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 15:24 Uhr

Für das Gelingen der Energiewende ist nach den Worten von Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck (Grüne) der zügige Netzausbau entscheidend. Der Bau von Energiespeichern sei keine Alternative, weil diese viel teurer kämen und technisch sehr anspruchsvoll seien, sagte Habeck gestern in Kiel. Mittelfristig müssten Speicher aber ihren Beitrag für Versorgungssicherheit und Netzstabilität leisten. Dies habe ein Gutachten im Auftrag des Ministeriums eindeutig ergeben.

Erst am Dienstag war in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) der größte kommerzielle Batteriepark Europas in Betrieb genommen worden. Mit Hilfe von 25 000 Lithium-Ionen-Akkus gleicht der kommunale Energieversorger Wemag Schwankungen im Stromnetz aus.

Habeck betonte gestern, „Speicher sind keine Antwort auf Netzengpässe und regionale Stromüberschüsse – so ärgerlich es ist, wenn Strom aus Wind und Sonne teilweise nicht eingespeist werden kann“. Die verschiedenen Speichertechnologien seien „noch weit von der Wirtschaftlichkeit entfernt“. Wenn das im Norden geplante Leitungsnetz steht, „wird es faktisch keinen überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien mehr geben. Deshalb treiben wie den Netzausbau weiter energisch voran.“ Laut Habeck liegt der Netzausbau im Norden voll im Zeitplan. Die Westküstenleitung soll 2017/18 fertig sein, die Ostseeküstenleitung 2021. Mit der Fertigstellung der „Nordlink“-Leitung von Südnorwegen durch die Nordsee einschließlich Wattenmeer nach Büsum wird 2018 gerechnet – „wenn die Norweger Wort halten“. Die Südlink-Verbindung von Schleswig-Holstein nach Süddeutschland soll ab 2021 Strom transportieren. „Wir bauen Schleswig-Holstein zur Drehscheibe der Energiewende aus“, sagte Habeck.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert