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Börse in Frankfurt : Starker Euro und schwache Quartalszahlen bremsen Dax aus

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Die weitere Aufwertung des Euro und überwiegend schwache Quartalsbilanzen haben den deutschen Aktienmarkt ausgebremst.

Der Dax gab am Nachmittag - belastet von hohen Kursverlusten bei den Aktien der Deutschen Bank, der Deutschen Börse und von Bayer - um 0,56 Prozent auf 12 236,39 Punkte nach. Von seinem Rekordhoch bei 12 951 Punkten vor gut fünf Wochen ist der Leitindex mittlerweile mehr als 700 Punkte entfernt.

Der MDax für die mittelgroßen Werte sank am Donnerstag zuletzt um 0,29 Prozent auf 24 855,47 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stand dagegen 0,07 Prozent höher bei 2279,91 Zählern. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich knapp im Plus.

Ein starker Euro kann die Exportchancen deutscher Unternehmen schmälern, weil Ausfuhren aus Sicht des Nicht-Euro-Auslands dann teurer werden. Am Donnerstag kletterte die Gemeinschaftswährung in der Spitze bis auf 1,1777 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Zuletzt sank sie wieder knapp unter 1,17 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag deutlich niedriger auf 1,1644 Dollar festgesetzt.

Jüngster Preistreiber beim Euro waren die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed vom Vorabend. Die amerikanischen Währungshüter hatten auf ihrem Weg zu einer strafferen Geldpolitik vorerst eine Pause eingelegt und den Leitzins nicht weiter angehoben.

In Deutschland hielt die Berichtssaison die Anleger weiter in Atem. Dabei standen Finanzwerte aus dem Dax mit auffälligen Kursbewegungen im Fokus. Die Allianz hatte am Vorabend überraschend Quartalszahlen veröffentlicht und sich für das Gesamtjahr optimistisch gezeigt. Die Aktien der Münchener legten weit vorn im Dax um 1,3 Prozent zu.

Die Deutsche Börse blieb mit ihren Zahlen dagegen hinter den Erwartungen zurück. Die Kursreaktion betrug minus 4,2 Prozent. Die Papiere waren damit der zweitschwächste Dax-Wert. Noch schlechter mit minus 4,4 Prozent waren nur noch die Titel der Deutschen Bank.

Der Chemiekonzern BASF meldete erneut einen Gewinnsprung und hob seine Prognosen an. Die Papiere fielen jedoch um 2 Prozent. Im Gegensatz zur BASF musste der Agrarchemie- und Pharmahersteller Bayer seine Prognose nach dem zweiten Quartal senken. Die Anteile verloren über zweieinhalb Prozent. Zudem verbilligten sich die Volkswagen-Vorzugsaktien nach der Zahlenvorlage um gut 2 Prozent.

Top-Wert im Dax waren die Anteile von Vonovia mit plus 1,6 Prozent. Laut Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets profitierten sie ebenso von dem weiter niedrigen Zinsumfeld wie die Aktien des Versorgers Eon, die um 0,8 Prozent vorrückten. Für die Anteile der Deutschen Telekom ging es um 1,4 Prozent hoch. Händlern zufolge gaben starke Geschäftszahlen der europäischen Konkurrenten Orange und Telefónica der gesamten Telekombranche Rückenwind.

Im MDax landeten die Anteile von Airbus am Index-Ende mit minus 3,5 Prozent. Fehlende Bestellungen für den Riesenjet A380 und teils kräftige Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hatten Anleger verstimmt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,31 Prozent am Vortag auf 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 140,89 Punkte. Der Bund Future legte um 0,15 Prozent auf 162,21 Punkte zu.

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erstellt am 27.Jul.2017 | 15:15 Uhr

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