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Gruner+Jahr streicht jede fünfte Stelle in Deutschland

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 13:09 Uhr

Das Medienhaus Gruner + Jahr, das Zeitschriften wie „Stern“, „Brigitte“ und „Geo“ herausgibt, streicht in den kommenden drei Jahren rund 400 Arbeitsplätze in Deutschland. Angesichts rückläufiger Marktentwicklungen im Printgeschäft sollen in diesem Zeitraum 75 Millionen Euro eingespart werden, teilte der Verlag gestern in Hamburg mit. „Die Einsparungen sollen durch eine signifikante Reduzierung der Sach- und Personalkosten erreicht werden und betreffen alle Bereiche von Gruner + Jahr Deutschland.“ Im Inland sind rund 2400 Mitarbeiter beschäftigt.


Erste Einschnitte im Herbst geplant


Der Stellenabbau soll sozialverträglich und schrittweise auch unter Nutzung von Fluktuation und Altersteilzeit-Regelungen umgesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen wurden nicht ausgeschlossen. Erste konkrete Maßnahmen solle es im Herbst geben.

Der Verlag steckt derzeit in einem Strukturwandel vom klassischen Zeitschriftenverlag hin zum digitalen Haus der Inhalte. Sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigenmarkt entwickele sich G+J bei vielen Titeln besser als der Markt, so Vorstandschefin Julia Jäkel. „Trotzdem müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich die Marktbedingungen grundlegend verändert haben.“ Geschäftszahlen zum Jahresverlauf 2014 wurden nicht veröffentlicht. Morgen legt G+J-Mehrheitseigner Bertelsmann (Anteil 74,9 Prozent) in Gütersloh die Halbjahreszahlen vor. Die übrigen Anteile von 25,1 Prozent hält die Hamburger Familie Jahr. Ein Jahr nach Start der Umstrukturierung sei das Unternehmen im Plan, teilte Jäkel mit. Sie hatte 2013 die Wende geschafft: Nach einem Verlustjahr gab es wieder einen Gewinn von 81 Millionen Euro. Das operative Ergebnis war aber rückläufig, ebenso der Umsatz mit 2,07 Milliarden Euro (2012: 2,2 Milliarden Euro).

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