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Windkraftanlagenhersteller : Giftstoff Epoxy: Vestas-Angestellte in Dänemark vergiftet

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Über 80 Angestellte sind durch ihre Arbeit chronisch krank geworden. Sie leiden unter Allergien, Asthma und Ekzemen.

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 08:51 Uhr

Kopenhagen/Lem | Über 80 Angestellte des Windkraftanlagenherstellers Vestas sind seit 2005 durch Kontakt mit dem Giftstoff Epoxy (Epoxidharz) chronisch krank geworden. Das bestätigte das Unternehmen, nachdem der dänische Nachrichtensender „DR Nyheder“ darüber berichtet hatte. 

Eine Akteneinsicht bei der Behörde für Arbeitssicherheit hatte gezeigt, dass 84 Vestas-Mitarbeiter in den vergangenen elf Jahren wegen des Kontakts mit dem giftigen Stoff krank geworden sind. „Trotz Verhaltensregeln und Dialogs musste Vestas feststellen, dass es in der Windmühlenflügelproduktion in Lem (bei Ringkøbing) seit 2010 durchschnittlich 0,5 Fälle pro 100 Mitarbeiter gab, in denen es zu Allergien, Asthma und Ekzemen gekommen ist“, so Vestas. Man habe sich aber bereits verbessert, bis 2009 habe der Schnitt bei 1,5 gelegen. Sicherheit stehe für Vestas an erster Stelle.

Beschäftigungsminister Jørn Neergaard Larsen (Venstre-Partei) hat die Arbeitsaufsicht beauftragt, die Zustände bei Vestas zu untersuchen.

Hintergrund: Vestas

Vestas ist ein dänischer Windanlagenhersteller mit Sitz in Aarhus und der größte Europas. Im Oktober 2015 wurde vom Unternehmen die 55.000. Anlage ausgeliefert. Stand 2010 hat das Unternehmen weltweit rund 23.300 Mitarbeiter. Wichtige Produktionsstätten liegen unter anderem in Lauchhammer (Brandenburg), Lem und Naskov (Dänemark), Isle of Wight (England), Taranto (Italien), Tianjin (China), Daimiel (Spanien) und Windsor (USA). Die Deutschland-Zentrale von Vestas befindet sich im schleswig-holsteinischen Husum.

 
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