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Tourismus in SH : Frühes Ostern kostet Gäste

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Buchungen in den meisten Küstenorten bleiben bisher hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Die Situation auf Schleswig-Holsteins größtem Tourismus-„Tanker“ Sylt ist symptomatisch für die meisten anderen Ferienziele des Landes: Die Buchungen für die Osterferien haben derzeit in den meisten Inselorten noch nicht das Vorjahresniveau erreicht. Jutta Vielberg vom Sylt Marketing führt das wie ihre Kollegen von anderswo an Nord- und Ostsee auf die 15 Tage frühere Lage der Feiertage im Kalender zurück – und die entsprechend weniger frühlingshafte Aura. Hinzu komme, dass die Küstenorte bei diesem zeitigen Ostertermin zum Teil noch mit Ski-Ferienorten konkurrieren.

Büsums Tourismusdirektor Olaf Raffel beziffert den Rückstand auf etwa fünf Prozent unter Vorjahresniveau. Dafür verzeichnet er bereits ein Fünf-Prozent-Plus bei Reservierungen für den August. Eine ähnliche Wasserstandsmeldung für die Hauptsaison kommt von Föhr. Für die Osterferien liege die Auslastung dort bisher indes nur bei 50 bis 75 Prozent.

Amrum registriert im Gegensatz zu vielen anderen keinen Rückgang bei den Vorbestellungen für Ostern. St. Peter-Ording liegt ebenfalls „ungefähr auf Vorjahresniveau“. Bei freien Hotels werde es „schon eher knapp“, sagt die stellvertretende Tourismuschefin Constanze Höfinghoff, sonst gebe es noch unbelegte Quartiere in allen Kategorien. „Aber wer weiß, dass er über die Feiertage zu uns möchte, sollte sich jetzt schnell darum kümmern.“

Auch an der zweiten Küste des Landes sind Reiseziele mit Zuwächsen bei den Oster-Buchungen die Ausnahme. Unter anderem auf Eckernförde, auf Weißenhäuser Strand und die Schleiregion trifft sie zu. In Kappeln und Schleswig gibt es einen Schub sogar um zehn Prozent und damit eine Auslastung von rund 65 Prozent. Ähnliche Quoten erreichen etwa Scharbeutz und Sierksdorf. „Es gibt kein einheitliches Bild“, bilanziert die Geschäftsführerin des Ostsee Holstein Tourismus, Katja Lauritzen; in der Summe der ganzen Ostsee sieht sie jedoch bisher keinen großen Sprung nach vorn.

Jedoch könne sich dies noch blitzartig ändern, ist sich Lauritzen mit den anderen Touristikern im Land einig – wenn das Wetter trotz des frühen Ostertermins vielleicht doch noch punktgenau zu den Ferien freundlich wird. Denn – so schätzen es alle ein – die Urlauber setzen mehr denn je auf Entscheidungen in letzter Minute.

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erstellt am 21.Mär.2015 | 18:28 Uhr

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