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Finanzstar Soros zu Gast in Kiel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise hat US-Starinvestor George Soros erneut auf die Notwendigkeit von Eurobonds gepocht. „Neben Eurobonds sind zusätzliche Strukturreformen in einzelnen Ländern geboten“, sagte Soros gestern auf dem Weltwirtschaftssymposium in Kiel. „Denn Eurobonds allein lösen nicht das Problem der Wettbewerbsfähigkeit.“ Notwendig sei eine gemeinsame Lösung. Bei der Finanzierung von Schulden profitiert Deutschland von der aktuellen Situation. Die umstrittenen gemeinsamen Anleihen (Eurobonds) sollen die Zinslast für Krisenstaaten senken. Für Deutschland würde die Kreditaufnahme dadurch aber wahrscheinlich teurer. Die Bundesregierung ist bislang gegen Eurobonds. Soros sprach mit Blick auf die ablehnende Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von einem „mächtigen Tabu“.

Stefan Kooths vom Prognosezentrum des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) bezeichnete Eurobonds dagegen als „falsches Signal gegenüber den Kapitalmärkten“. Das Symposium geht heute zu Ende.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 00:34 Uhr

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