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Automobilclub : Fernbus-Geschäft: Der ADAC will aussteigen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fernbusse ohne Gewinn – der Automobilclub prüft das Ende des Gemeinschaftsprojektes mit der Post. Bisher unterstützen nur Nordbayern und Südbayern die Zentrale bei ihren Plänen, sich von dem Fernbus-Projekt zu trennen. Die anderen 16 Regionalclubs wollen danach am Postbus festhalten.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 19:04 Uhr

München | Die ADAC-Spitze prüft den Ausstieg aus dem Geschäft mit Fernbussen. Das Präsidium um ADAC-Vizepräsident August Markl stoße bei diesen Plänen bisher jedoch auf den Widerstand der meisten Regionalclubs, schreibt die „WirtschaftsWoche“. Ein ADAC-Sprecher erklärte auf Anfrage, zu Gerüchten und Spekulationen wolle man sich nicht äußern. Die Deutsche Post geht von einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem ADAC beim Postbus aus. Der Geschäftsführer der Deutsche Post Mobility GmbH, Joachim Wessels, sagte: „Die Zusammenarbeit mit dem ADAC funktioniert gut und wir sind mit dem Start des ADAC Postbus zufrieden.“ Der Betrieb mit 60 Bussen laufe stabil und das Kundenecho sei positiv.

Bisher fährt der Postbus – ein gemeinsames Projekt des Clubs mit der Deutschen Post – keine Gewinne ein, heißt es aus ADAC-Kreisen. Der Marktanteil liege nach einem halben Jahr laut der Berliner Verkehrsberatung Iges bei zwölf Prozent und damit weit hinter MeinFernbus, den Bustöchtern der Deutschen Bahn sowie Flixbus.

Markl führt das Präsidium des Autofahrerclubs derzeit kommissarisch, über strategische Fragen entscheiden die Regionalclubs jedoch im Verwaltungsrat mit. Bisher unterstützen dem Bericht zufolge nur Nordbayern und Südbayern die Zentrale bei ihren Plänen, sich von dem Fernbus-Projekt zu trennen. Die anderen 16 Regionalclubs wollen danach am Postbus festhalten. Der ADAC wolle nun intern Zahlen zu unterschiedlichen Szenarien erarbeiten, schreibt das Magazin. Anhand der Daten solle entschieden werden, wie es mit dem Busprojekt weitergeht. Der ADAC Postbus war erst im November 2013 gestartet. An dem Unternehmen halten der Club und die Deutsche Post je 50 Prozent.

Der „Spiegel“ berichtet unterdessen, der ADAC wolle mit 150 Franchise-Filialen ins Werkstatt-Geschäft einsteigen. Der ADAC-Sprecher dementierte ein derartiges Netzwerk. „Es handelt sich bei den Werkstätten um fünf Partnerbetriebe an sechs Standorten, die wir weiterqualifizieren.“ Sie seien für den Automobilclub in der Pannen-, Abschlepp- und Unfallhilfe tätig. „In den nächsten Jahren sind weitere Standorte geplant, um im Bedarfsfall eine Versorgung für Mitglieder vor allem auch in Notsituationen sicherzustellen“, sagte der Sprecher. „Es ist jedoch nicht geplant, ein komplett flächendeckendes Werkstattnetz aufzubauen.“

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