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EZB lässt Leitzins unverändert auf Rekordtief

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält unvermindert an ihrer lockeren Geldpolitik zur Krisenbekämpfung fest. Wie erwartet beschloss der EZB-Rat gestern in der letzten Sitzung dieses Jahres, den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent zu belassen, teilte die Notenbank in Frankfurt mit. Auch der Einlagensatz bleibt unangetastet bei 0 Prozent. Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass die Notenbank erstmals einen Negativzins beschließen könnte – Banken also etwas dafür bezahlen müssten, ihr Geld bei der EZB zu parken, statt es weiterzuverleihen. Dieser Negativzins ist aber umstritten. Ökonomen befürchten, dass die Banken den Strafzins auf ihre Kunden abwälzen könnten. Auch das deutsche EZB-Ratsmitglied Jörg Asmussen zeigte sich skeptisch. Er wäre „sehr, sehr vorsichtig“ mit einem solchen Schritt, sagte Asmussen kürzlich.

Den wichtigsten Zins zur Versorgung der Eurobanken mit Zentralbankgeld hatten die Währungshüter erst im November um 0,25 Prozentpunkte gesenkt – und dies mit dem mickrigen Preisauftrieb begründet. EZB-Präsident Mario Draghi hatte betont, er erwarte einen langen Zeitraum niedriger Inflation. Nach der überraschenden Zinssenkung im Vormonat hatten die meisten Ökonomen vorerst keine weiteren Schritte erwartet – auch wenn die Konjunktur weiter schwächelt.

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