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EU : Experte: Bankenunion hat noch schwere Mängel

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Die Pläne für die angestrebte Bankenunion in der Eurozone haben aus Expertensicht noch schwere Mängel.

Zwar sei vorgesehen, dass die Steuerzahler bei einer Bankenrettung als letzte haften sollen, sagte der Präsident der European School of Management und Technology (ESMT), Jörg Rocholl, am Mittwoch in Berlin. Unklar sei aber, unter welchen Bedingungen die Gläubiger von Banken einspringen müssen. Das sei «sehr kritisch» zu beurteilen. Negativ sei zudem, dass die Gläubigerbeteiligung nach gegenwärtigem Vorschlag erst ab 2018 verwirklicht werden solle.

Rocholl wies darauf hin, dass die Banken in Europa zu etwa 80 Prozent in Wertpapiere investiert seien, die andere Banken herausgegeben hätten. Dies zeige die nach wie vor enge Verflechtung. Wenn künftig bei Schieflage einer Bank zuerst die Gläubiger zur Kasse gebeten würden, träfe dies deshalb vor allem andere Banken - die Krise würde sich noch verschärfen, erläuterte der ESMT-Präsident.

Der Wirtschaftsprofessor schlug vor, schrittweise das wechselseitige Engagement in Wertpapiere anderer Banken zu verringen. Er sprach sich zudem dafür aus, die Banken zu verpflichten, zumindest neu hinzugekaufte Staatsanleihen künftig zu 25 Prozent mit Eigenkapital zu unterlegen. Die Banken der Krisenstaaten dürften nicht zu viele Anleihen ihrer eigenen Staaten erwerben, warnte Rocholl.

Er stellt seine Analyse im neuen Vierteljahrsheft des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vor, in dem sich mehrere Experten mit der Schuldenkrise im Euroraum beschäftigen.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 12:07 Uhr

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