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Wirtschaft

24. August 2017 | 01:50 Uhr

Eurozone bleibt Sorgenkind

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

OECD: Europa gefährdet das Weltwirtschaftswachstum / Deswegen schwächelt auch Deutschland

Die Eurozone bleibt nach Einschätzung der OECD das Sorgenkind der Weltwirtschaft. Und darunter leiden auch die Aussichten für die deutsche Konjunktur. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schraubte ihre Wachstumsprognosen für 2015 nun drastisch nach unten. Die globalen Krisen, eine schleppendere Nachfrage aus China, vor allem aber die Wachstumsschwäche der Eurozone bremsten Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft. Die Eurozone sei „zu einem großen Risiko für das weltweite Wachstum geworden“, heißt es im Wirtschaftsausblick der OECD, der gestern in Paris vorgestellt wurde.

Die OECD erwartet für Deutschland für 2015 nur noch ein Plus von 1,1 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Im Mai hatte der Zusammenschluss von 34 Industriestaaten noch 2,3 Prozent Wachstum für möglich gehalten.

Die meisten Ökonomen rechnen jedoch damit, dass es der deutschen Wirtschaft nach einer Durststrecke gelingen wird, im Verlauf des kommenden Jahres wieder Fahrt aufzunehmen. Begründet wird die Zuversicht mit der stabilen Kauflust der Verbraucher und der Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ aus dem Ausland, die durch den schwächeren Euro begünstig wird. Auch wächst die US-Wirtschaft überraschend stark, die Aktienmärkte boomen.

OECD-weit wird 2015 von der Organisation ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent erwartet, die Eurozone bleibe mit einem Plus von 1,1 Prozent aber das Sorgenkind der Weltwirtschaft. Die Arbeitslosigkeit im Euroraum verharre auf hohem Niveau, und die Inflation liege weiterhin deutlich unter der Zielvorgabe.

In den vergangenen Wochen hatten bereits Wirtschaftsforscher und die Bundesregierung ihre Wachstumserwartungen für 2014 und 2015 nach unten korrigiert. Die fünf Wirtschaftsweisen erwarten im laufenden Jahr noch 1,2 Prozent statt 1,9 Prozent Wachstum und für 2015 dann 1,0 Prozent.

Das Statistische Bundesamt verzeichnete für das dritte Quartal ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 legten sowohl die privaten (plus 0,7 Prozent) als auch die staatlichen Konsumausgaben (plus 0,6 Prozent) zu. Zudem stützte der Außenhandel die deutsche Konjunktur: Die Exporte stiegen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent und legten somit stärker zu als die Importe (plus 1,7 Prozent). Dadurch hatte der Außenbeitrag – die Differenz aus Exporten und Importen – einen leicht positiven Effekt auf das BIP. Dagegen waren die Investitionen rückläufig: In Maschinen, Geräte und Fahrzeuge etwa wurde 2,3 Prozent weniger Geld gesteckt.

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erstellt am 25.Nov.2014 | 17:04 Uhr

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