zur Navigation springen

EU will Fischbestände schonen

vom

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Brüssel | Schonung für Europas Fische: Die EU-Staaten wollen auf Druck des Europaparlaments dafür sorgen, dass sich die Bestände besser erholen können. Darauf einigten sich die Minister nach 36-stündigen Verhandlungen gestern am frühen Morgen in Brüssel. Sie wollen den Fischern zum Beispiel weitgehend verbieten, ungewollt gefangenen Fisch tot oder verletzt zurück ins Meer zu werfen. Dazu müssen die Fangmethoden geändert werden. Die Zahl dieser sogenannten Rückwürfe wollen die EU-Länder im Laufe mehrerer Jahre auf höchstens fünf Prozent der Fänge drücken. Im Februar hatten die Staaten noch bis zu sieben Prozent zulassen wollen. Zudem sollen die Fangober grenzen (Quoten) so festgesetzt werden, dass die Fischbestände langfristig nicht überstrapaziert werden. Umweltorganisationen genügt das allerdings nicht. "Ausgerechnet beim Herzstück der Reform, dem verpflichtenden Wiederaufbau der Fischbestände, fehlt den Ministern der Wille", bemängelte Anna Holl vom WWF. Die Organisation will eine deutlich zurückhaltendere Befischung, damit die Bestände sich rascher erholen. Die Reform soll den Kurs der europäischen Fischereipolitik für die kommenden Jahre bestimmen. Der Reform müssen noch das EU-Parlament und die EU-Staaten endgültig zustimmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen