Energieversorger will 197 Millionen für Anteile an Kieler Stadtwerken

Kiels neues Stadtoberhaupt Ulf Kämpfer an seinem  neuen, alten Schreibtisch – der  stammt von Andreas Gayk, der  nach dem Zweiten Weltkrieg Oberbürgermeister der Stadt Kiel  war.
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Kiels neues Stadtoberhaupt Ulf Kämpfer an seinem neuen, alten Schreibtisch – der stammt von Andreas Gayk, der nach dem Zweiten Weltkrieg Oberbürgermeister der Stadt Kiel war.

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05. Juni 2014, 15:27 Uhr

Der Mannheimer Energieversorger MVV hat der Stadt Kiel seinen 51-Prozent-Anteil an den Kieler Stadtwerken für 197 Millionen Euro angeboten. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) schließe einen kompletten Rückkauf der Anteile aber aus, sagte Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska gestern und bestätigte damit einen Bericht der „Kieler Nachrichten“. Der Energiekonzern TXU hatte die Anteile 2004 für 125 Millionen Euro an MVV verkauft. „Das ist eine sehr hohe Preisvorstellung. Ich kann diesen Preis in keinster Weise nachvollziehen“, sagte Kämpfer. Es gebe aber bereits eine Reihe von Interessenten für die Mannheimer Anteile. Mit einigen habe er bereits gesprochen. Namen wollte er nicht nennen.

Laut Zeitung gelten die Thüga, ein Verbund 100 kommunaler Versorgungsunternehmen, der Entsorgungskonzern Remondis und diverse Stadt- und Gemeindewerke aus dem Norden als Kandidaten. Nach Kämpfers Vorstellungen könnten ein bis zwei „seriöse Partner“ zusammen mit der Stadt ein Konsortium bilden, um die MVV-Anteile zu übernehmen.

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