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Energieriese RWE bangt um Dea-Verkauf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der hoch verschuldete Energiekonzern RWE muss weiter um den milliardenschweren Verkauf seiner Öl- und Gastochter Dea bangen, der eigentlich bis Ende 2014 über die Bühne gehen sollte. „Ob wir die Gespräche bereits 2014 abschließen können, lässt sich derzeit nicht absehen“, schrieb Vorstandschef Peter Terium gestern an die Aktionäre zur Vorlage der Quartalszahlen. Der geplante Erlös von 5,1 Milliarden Euro aus dem Verkauf an ein Unternehmen des russischen Oligarchen Michail Fridman sollte fast vollständig in den Schuldenabbau fließen. Der Essener Konzern hat knapp 31 Milliarden Euro Nettoschulden.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres sackte das betriebliche Ergebnis um fast 31 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro ab, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ging um 22 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zurück. Das für die Dividendenberechnung wichtige nachhaltige Nettoergebnis brach um 60 Prozent auf 763 Millionen Euro ein.

Ein Scheitern des Dea-Verkaufs wäre für RWE ein schwerer Schlag. Die Bundesregierung hatte dem Verkauf trotz der Ukraine-Krise zugestimmt. Die britische Regierung blockiert aber wegen der politischen Sanktionen gegen Russland das Geschäft. London hat ein Mitspracherecht, da auch Förderprojekte in Großbritannien betroffen sind. „Wir arbeiten daran, die Transaktion zügig abzuschließen“, erklärte Terium.

RWE Dea ist Miteigentümer der Nordsee-Ölplattform-Mittelplate. Daneben arbeitet das Unternehmen derzeit an der Reaktivierung von Förderfeldern in der Ostsee – unter anderem im Feld Schwedeneck-See in der Kieler Bucht.

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erstellt am 13.Nov.2014 | 17:12 Uhr

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